Jüdische allgemeine Zeitung
- Journal
- Jüdische allgemeine Zeitung
- Volume
- 15 (1935)
- Issue
- 12 (20.3.1935)
- Date
- 1935-03-20
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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JÜDISCHEN ALLGEMEINEN' Berliner Sport JTSC OS und Bar Kochba Ungefährdet Bttrkochba-Ötettih und BSG ä3 glött geschlagen - Die Vcrbandsspielseric wurde am Sonntag mit zwei interessanten Treffen fortgesetzt. Auf dem Grunewald-Sportplatz behielt der JTSC 05 gegen den Stettiner Bar Kochba, der im Hinspiel in Stettin einen ziemlich gleichwertigen Gegner abgegeben hatte, nach regulärem Spielverlauf mit 12:1 glatt die Oberhand. Im Gegensatz zum Spiel gegen Bar Kochba-Berlin, befand sich der JTSC-Sturm auf einwandfreiem Boden in glänzender Spiellaune, zeigte schöne Kombinationett und setzte sich gegen die Stettincr Hintermannschaft, die den für die Makkahiah- Mannschoft vorgesehenen Roth im.Tor hatte, jederzeit erfolgreich durch. Das einzige Gegentor der Stettiner fiel beim Stande von 3:0 durch den wendigen Stettincr Halblinken, der einen Dcclmngsfehler seines Verteidigers entschlossen ausnutzte. _ Härter ging es im Spiel_zwi«chen B ar_ Ko chba - B e r lin und der B, S G 33 zu, das der Matfcaluvcrem ' vielleicht etwas zu hoch mit 8:1 für sich zu entscheiden wußte. Mit Erwin Spandau für Ealkenberg im Sturm spielend, zeigten die Blau- Weißen ein schönes, ideenreiches Angriffsspiel, dem die BSG-Vcrteidigung, in der Lcvy nicht ganz auf dem Posten schien, des öfteren nicht gowachsen war. Nachdem ein Tor, von Caro für die BSG erzielt, vom Schiedsrichter nicht gegeben worden war, felang es dann Bannasch kurz vor Schluß doch noch, den sicheren .obor im Bar Kochba-Tor zu überwinden und so den verdienten Ehrentreffer zu erzielen. Die übrigen Verbandsspiclc hatten folgende Ergebnisse : FVaucn : Bar Kochba IV — Bar Kochba I 0:9, Bar Kochba II — Hagibor 8: 0, Bar Kochba III — JTSC 05 IV 5:2; M ä n n c r : Bar Kochba in — JTSC 05 III 6:2, Maccabijl — Bar Kochba IV 1:7, ISK I — JTSC 05 IV 13:1, BSG 33 1. Jugend — Bar Kochba V 9:2; Knaben: JTSC 05 2. Jugend — Bar Kochba IV 7:0, JTSC 05 I — Bar Kochba II 4:1. * Die BSG-Frauenmannschaft hatte sich zu einem Gesellschaftsspiel die Mannschaft von Spandau 04 verpflichtet, die inzwischen die Meistcrscnaft der dritten Gauklassc erringen konnte. Der Gegner, der noch vor zwei Monaten geschlagen wurde, blieb diesmal nach torloser erster Halbzeit mit 3:0 Sieger. Im Hockey fiegte Bar Kochba glatt In dorn mit Spannung erwarteten Verbandsspiel zwischen Bar Kochba und der in letzter Zeit stark verbesserten JTSC-Mannschaft blieb der Bar Kochba einmal mehr nach flottem Spiel mit 5: 0 unangefochtener Sieger. Der JTSC hat neben einigen guten Spielern doch noch zu schwache Punkte in der Mannschaft, um gegen den Bar Kochba, dessen Spielstarke nicht erst aus dem letzten Jahr herrührt, mit Erfolg bestehen zu können. JTSC 05 III — Tennis-Club Bar Kochba II 2:2. Hakoah Ia Berliner Fußballmeißer Hagibor nach fairem Kampf 3: 0 geschlagen Vor etwa 500 Zuschauern lieferten sich auf dem Sportplatz am Sehäfersee die Ia-Mannschaftcn von Hagibor und Hakoah den fälligen Punktckampf, dessen Ausgang entscheidend für die Ermittlung des Berliner Fußballmeisters war. Hakoah blieb mit 3:0 verdienter Sieger in einem Spiel, das unter der guten Leitung von Bieber (BSG) erfreulich fair und mit ziemlichem Niveau ausgetragen wurde. Hakoah diktierte von Anfang an leicht überlegen das Spielgeschehen. Den ersten Treffer erzielte Schwank, der eine Flanke von Schollack unhaltbar cinschoß, das 2:0 resultiert aus einem Elfmeter-Ball, den wiederum Schwank sicher verwandelte, und das Endergebnis schaffte nach der Pause Leo Ringel, der einen von der Torlatte zurückspringenden Ball an dem herausgelaufenen Hagibor-Torstehcr vorbei ins Netz lenkte. Ausgezeichnet spielte bei Hagibor Fleckmann als Verteidiger, während der Sturm wohl im Felde recht nette Aktionen einzuleiten verstand, vor dem Tor dann aber viel zu weich spielte und mehrere sichere Chancen vergab; sogar ein Elfmeter wurae verschossen. Bei Hakoah, dessen Mannschaft als beste nun mit Recht den Meistertitel trügt, gefielen diesmal besonders die Verteidiger Sperber und Lewin, trotz einiger „Kiston" Neumann in der Läuferreihe und im Sturm Schwank. Schäul im Halcoah-Tor hatte keine Gelegenheit, sich auszuzeichnen. Sonstige Ergebnisse: Hokoah II — ISK n 3:0, BSG 33 II — BSG 33 III 4:3, BSG 33 Alte Herren — BSG 33 IV 3:1, Hakoah Alto Herren — ISK III 10:0, Hakoah 1. Schüler — Hakoah' 3. Schüler 11:2, BSG 33 Jugend B — Schultheiß-Patzenhofer Jugend B 0:0, BSG 33 Jugend A — Schultheiß-Patzcnhofcr Jugend A 5:1. Berliner Vorfchau Sportlicher Vormittag im JBC „Berlin" Der JBC „Berlin" veranstaltet am kommenden Sonntag um 11.30 Uhr im Lichtspieltheater Piocadilly, Charlottcnburg, Biunarckstraßc 93—94 (gegenüber dem Deutschen Opernhaus) , einen „Sportlichen Vormitta g", in dessen Programm seine Mitglieder neben verschiedenen Schaukämpfen Ausschnitte aus dem vielseitigen . Trainingsbotrieb des Clubs geben werden. Besonders die Jugend, deren Pflege von jeher im JBC hochgehalten ' und gefördert wurde, wird mit ihren, interessanten Vorführungen zum Gelingen der Veranstaltung beitragen. Im Rahmen der Matinee kommt auch der JTSC 05 mit gymnastischen und Geräteübungen seiner Jugendabteilung Mitte und dio BSG 3 3 mit Vorführungen der Jiu-Jitsu-Abteilung zu Worte. Verabschiedung der Makkabiah-Teilnehmcr Um 11.30 Uhr werden in den Alhnmbra-Lichtspielen, Kurfürstendamm 76, die Sportler und Sportlerinnen, die den Deutschen Makkabikreis auf der Makkabiah vertreten werden, feierlich verpflichtet und verabschiedet. Fußball Neben einigen Verbandsspielcn unterer Mannschaften am Sehäfersee und in Niederschönhausen interessiert besonders ein Freundschaftsspiel, das schon um 10.30 Uhr in Niederschönhausen, Bismarckstraße, dio BSG 33 mit der der Bezirksklasse angehörenden Nördlichen Sp ie 1 - V e re ini gun g zusammenführt. Handball Die Handballsorio des Spielausschusses wird in Stettin mit einem Spiel zwischen Bar Kochba-Stettin und dem „Maccabi" fortgesetzt. . Selbst wenn die Stettiner auf ihren guten Tormann Roth verzichten müssen, sollte ihnen ein Sieg Ober die Berliner Boxer, die in letzter Zeit nicht das gehalten haben, was sie zum Anfang der Saison versprachen, zuzutrauen sein. Interessanter als hier wird es jedoch auf dem Grunewald-Sportplatz zugehen, wo sich in einem Ausscheidungsspiel um die RiF-Hcichsmcistet^ schaft die beiden ersten Mannschaften des JTSC 05 und der BSG '33 treffen werden. Wenn auch an einem Endsieg der besseren JTSCer kaum zu zweifeln seih dürfte, wird die BSG doch allen Ehrgeiz dareinsetzen, ihrem routinierten Gegner ein interessantes und offenes Spiel zu liefern. Der JTSC darf keinesfalls den Kampf zu leicht nehmen, wenn er clno mögliche Überraschung von vornherein ausschalten will. Rudern Am kommenden Sohntag führt der Wassersportverband im Sportbund des RjF, dem iri Berlin die Vereine „Welle Poseidon", „Triton", „Oborspree" und „rfelvetia" angehören, ein gemeinsames Anrudern durch. Rauchfangswerder, 11.30 Uhr. --- Unsere Bilderserie Jüdische Sportler K. Cymbalift (Bar Kochba-Berlin) Aufn<: Dzübas Cymbalist ist ein ausgezeichneter AU-Round-Athlet, der trotz seiner 21 Jahre schon in vielen Sportarten mit bestem Erfolg seinen Mann gestanden hat. Als Fußballspieler begann er seine sportliche Laufbahn in Stuttgart im VfL und bei den „Kickers", ging dann als 14jährigcr zum Handball über und gewann seinem Verein, dem Turnerbund Connstadt, als schußgewaltiger Mittelstürmer mehrere Meisterschaften. Verschiedentlich stand er auch in der Turner-Repräsentative Württembergs und Stuttgarts. Leichtathletisch betätigte er sich besonders im Mehrkampf, in dem er gegen beste Turnerkonkurrenz eine Meisterschaft und viele gute Plätze erringen konnte. Sogar im Freistilringen gelang es ihm einmal, DT-Meistor von Württemberg zu werden. Nach dem Umschwung gründete Cymbalist dann mit seinem Bruder Hakoah-Shittgart, hatte nicht geringen Anteil an der Handball-Meisterschaft, dio im vergangenen Jahre "Bar Kochba- Mannheim in der Südwestdeutschen Arbeitsgemeinschaft eroberte, und ist jetzt die Stütze des Berliner Bar Kochba, der nicht zuletzt durch sein Mitwirken gegen den JTSC 05, Berlin, vor vierzehn Tagen das entscheidende Meisterschaftsspiel zu gewinnen vermochte. Sport im Reich Weftdeutfcher RjF-Sport Im Bezirk We s t f a Icn - Ruhr blieb diesmal der Tabellenführer-frei, dem allerdings- RjF-Bochum dicht "auf den Fersen blieb, da Paderborn in Bochum mit nicht weniger ab 1:8. unterlag. Herne setzte sich mit 3:2 über Soest 'hinweg. Beide Spiele verliefen in fairer und glatter Weise. Im Rh ein bezirk interessierten vor allem dio Treffen Bonn gegen M.-GJadbach. Mit 5 Mannschaften waren die M.-Gladbncher in Bonn und entführten drei Siog«, mußten sich allerdings im Hauptspiel 1:3 geschlagen geben. Dadurch hat Bonn die vorläufige Führung der Tabelle erreicht. Wenn nun M.-GIadbach im entscheidenden Spiel Köln schlägt, sind beide wiederum punktgleich und eine Entscheidung muß die endgültige Klärung bringen. M.-GIadbach II Biegte dagegen 3:1, mit dem gleichen Ergebnis waren die M.-Gladbacher Schüler erfolgreich. Die siegreichen Mannschaften haben damit die Meisterschaften ihrer Klasse errungen. In Düren war das stark verbesserte Euskirchen gegen die 2. Mannschaft der Gastgeber 4: 3 Orfolgreich. In der Südgruppe des Rheinbezirks hat sich Trier nun doch den Meistertitel crKämpft, in Neuwied, wo sie einen Mann durch Platzverweis verloren, blieben sie mit 7:2 erfolgreich. — Die junge Düsseldorfer Sportgruppo macht gute. Fortschritte. Duisburg wurde glatt 8:0 geschlagen, während die zweite Elf nur knapp Krefeld mit 2:3 als bessere Mannschaft anerkennen mußte. . . Auch im Handball hat M.-Gladbach durch einen 8:3- Sieg in Bonn die Spitze erreicht. Aachen muß nun in Bonn gewinnen, um noch auf gleiche Höhe kommen zu können. Dagegen waren die Gladbacher Damen den Bonnorinnen nicht gewachsen und zogen mit 0:4 den kürzeren. JBC Berlin« in Hamburg Am Montag, den 25. März, wird eine Kampfmannschaft des JBC „Berlin" in Hamburg gegen eine Staffel des dortigen „ScHild" in den Ring gehen. Da die Boxabteilung, des Hamburger Vereins erst vor kurzem gegründet. worden ist, wird sich der JBC nicht durch seine komplette erste Besetzung vertreten lassen, sondern vernünftigerweise einigen guten Nachwuchslcutcn Gelegenheit zur Auszeichnung geben. Auf jeden Fall dttrfto es zu schönen Kämpfen kommen, die. für den RjF-Boxsport in Hamburg von großem Propagandawert sein werden. Sportplatz-Einweihung in Köln Hakooli-Köhi wird am kommenden Sonntag eine neue Sportplatzanlage am Militärring, Ecke Glcüclerstraße, der Öffentlichkeit übergeben. Im Rahmen dieser Veranstaltung wird um 15.30 Uhr die traditionelle BIurnenau-Gedächtnisstaffel gelaufen, bei der es in der Hauptklasse einen harten Kampf zwischen dem Kölner RjF-Verein JT V 02 und den beiden Makkabivereinen Hakoah- Wupportal; für den Orglcr startet, und Hakoah-Köln geben wird. Im Anschluß an diese Staffel treffen sich in einem interessanten Fußballkampf Bar Kochha-Frankfurt a. M. und Hakoah-Köln. Die Frankfurter, die einige Makkabioh-Kandidaten in der Mannschaft haben, müßten daB Spiel nach hartem Kampfe gewinnen können. Sportliches Allerlei Abreise der Makkabiah -Mannschaft Die für die Mnkknbiah vergeschene Vertretung des Deutschen Mnkkabikreises wird in zwei Transporten Berlin vorlassen. Das erste Drittel der Teilnehmer reist bereits am kommenden Sonntag von Berlin ab, während der Rest am Dienstag die Reise, nach Triest antreten wird. Rin ge fabtei 1 u n g im JBC Berlin Der JBC „Berlin" hat vor kurzem eine Ringerabteilung ins Leben gerufen, die schon am 1. April in der Sportschule Centrum, Georgcnkirchstraße, ihr Training aufnehmen wird. Ehrung Herbert Brücks Herbert Brück, der österreichische Hockey- und Fishockey- Reprüsentative, der auch in Berlin durch seine großartigen Spiele beim Berliner Hockey-Club und Berliner Schlittschuh-Club bestens bekannt ist, ist in Wien anläßlich seiner zehnjährigen aktiven Sporttätigkeit geehrt worden, indem der silberne Ehrenstock des österreichischen Eishockoy-Vcrhondcs mit seinem Namen vorsehen worden ist Diese Auszeichnung wurde bisher nur dreimal verliehen. JahreBprogramm des R j F - Wassersportverbandes Das Jahresprogramm des Wassersportverbandes deB RjF, das soeben veröffentlicht worden ist, sieht neben dem Anrudern am kommenden Sonntag ein Verbandsachterrennen über 2000 m am 2. Juni, eine Verbandsregatta am 1. Soptember und ein Dauerrudern über 10 km und Abrudern am 27. Oktober vor. Sportleitfaden Unter diesem Titel liegt üns ein ausgezeichnetes Heftchen vor, verfaßt und zusammengestellt von unserem Mitarbeiter Sportlehrer Edwin Ha 11 e („Schild"-Wiesbaden), herausgegeben vom Sportdezernat des Sportbundes des RjF. Edwin Halle bezweckt mit seiner Arbeit, den Übungsleitern unserer Vereine, insbesondere aber denen, die ohne die Hilfe eines Sportlehrers auskommen müssen, in die Lage zu versetzen, die ihnen anvertrauten Mitglieder nach sportlichen Grundsätzen „zu stählen und eiserner Disziplin zu unterstellen". Diese Absicht dürfte gelungen sein; denn leichtverständlich und trotzdem fachlich einwandfrei erscheint dio Zusammenstellung des Leitfadens. Neben einer wichtigen persönlichen Anleitung für Übungsleiter und einer auf einfachste Form gebrachte „Kenntnis des Körpers und seiner Funktionen" folgen etwa 150 Übungen der Körperschule ohne, mit und am Gerät, die derart vielseitig sind, daß sich jeder Sportler, sei er nun Leichtathlet, Turner, Boxer, Hand- oder Fußballer, das für ihn passende heraussuchen kann. Einen, breiten Raum nimmt vor allem der Aufbau der Leichtathletik ein, da es, wie Hallo mit Recht sagt, für die anderen: Sportarten genügende Spezialbücher gibt und außerdem für unsere Allgcmeinausbildung die Leichtathletik im Vordergrunde stehen muß. Lauf, Sprung, Wurf und Stoß sind — übersichtlich unterteilt und geordnet — in ihrer Technik und Taktik so einfach wie möglich dargestellt. Daneben bilden eine Weltreloordliste und die vom DLV eingeführte Leistungsgrenzeneinstellung kontrollierende Vcrgleichsmöghchkeitcn, die jederzeit über den Stand des eigenen Könnens Auskunft geben. „An dio Arbeit" ist das letzte Kapitel des Heftchens überschrieben, das in prägnanter Form die Lebenshaltung eines RjF- Sportlers behandelt. Jawohl, an die Arbeit, die dank dieser Materialsammlung auch hei primitivsten Voraussetzungen Sinn und System bekommen kann. Edwin Halle und das Sportdezernat haben mit der Herausgabe dieses Leitfadens einen guten Griff getan. Die Vereine werden ihnen, nicht zuletzt durch ihre Erfolge, Dank wissen. Wir glauben, daß das Heftchen, das beim Sporbdczcrnat des RjF, Berlin W 15, Kurfürstendamm 200, zu bestellen ist, sich in allen Kreisen des Sportbundes einbürgern und einer großen Anzahl von Dbungs- und Jugendleitern bald unersetzliche Grundlage ihrer Arbeit geworden Bein wird. Sperre wegen einer jüdifchen Veranitaltung Köln. Der Wupportalcr Krcisleiter hat mit sofortiger Wirkung eine Veranstaltungsspcrre für die Stadthalle Wuppertal-Elberfeld angeordnet. Als Begründung für diese Maßnahme, die anläßlich einer Kundgebung des Winterhilfswerks bekanntgegeben wurde, wird auf das Verhalten des Pächters der Stadthalle hingewiesen, der am. gleichen Abend einen der kleineren Stadthallesälc für eine Veranstaltung des Jüdischen Kulturbundes zur Verfügung gestellt habe. Der Kreisleitor erklärte u. a., daß das Erscheinen von Juden in der Stadthalle während einer Veranstaltung des Winterhilfswerks bzw. der NS-Volkswohlfahrt im großen Saal eine Geschmacklosigkeit und eine Unverschämtheit darstelle. Wenn der Pächter von städtischem Grundbesitz Juden in den Betrieb hineinlasse, besonders dann, wenn die Partei dort tage, so müsse er auf alle Veranstaltungen der Partei verzichten. Hauptsohriftleitsr: Dr. .Eugen Tannenbaum., Berta-Wilmersdorf. Lotte;- der Amelsen-Abteilung und verantwortlich für den Inhalt der Anieigen: H a n b Ehrlich, Berlin. W 15. — D.-A. IV. Vj. 6000. Zur Zeit ist Prelfiliata Nr. 2 gültig. Verlag: VerlagegenoBseneobaft in Deutschland ansässiger Juden tu Berlin eQmbH., Berlin W15, Ehland- «trade'168. Draok: Soanendruckerel GmbH. (Felix Wolf), Berun-Ohailbg-