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Jüdische allgemeine Zeitung · 1935-02-27 · 9 (27.2.1935) · page 11

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Journal
Jüdische allgemeine Zeitung
Volume
15 (1935)
Issue
9 (27.2.1935)
Date
1935-02-27
Page
– (sequence 11)
Language
German
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¥ % der Wissenschaften und schönen Künste veranstaltete Gedächtnis- Versammlung statt. Am 26. März wird eine von der phitoBophischliterarischen Fakultät der Madrider Universität einberufene Konferenz ausländischer Philosophen eröffnet. Man erwartet, daß auf dieser .Konferenz Prof. Dr. David Baumgardt aus Berlin die Gedenkrede halten wird. An demselben Tag werden das Maimonides-Museum und die Malmonidea-B&liothek eröffnet Im weiteren Verlauf der Feiern wird auch der Präsident der spanischen Republik eine Ansprache 'halten. Eine große Zahl volkstümlicher Festlichkeiten und ' Veranstaltungen, Darbietungen spanischer Musik, Serenaden, ländliche Volks- und Trachtenfeste, Bogar Stierkampfe sind vorgesehen.. ......; „Weftdeutfcher Beobachter" fordert Verbot des. Betretens Öffentlicher Gaststätten KOIn. Der „'Westdeutsche Beobachter" in Köln wendet sich unter der Uberschrift „RaBsenschänder gestellt" gegendas unter genauen' Angaben und unter Namensnennung angeführte, jedoch gerichtlich nicht verfolgte Verhalten eines Juden, dessen Lebenswandel zu Beanstandungen Anlaß gebe. In diesem Zusammenhang heißt es: „Nach unserer Ansicht wäre es jedoch angebracht daß in einem äeütschen Gesetz <üe Bestimmung vorgesehen wäreV daß . ^&^fK^t^fi'i'fiT4S'-^TÜäSM6BI^^'-^dhe'«i: als Sport betreiben, d u r c h Entmannung unschädlich gemacht würden.. Ebenfalls dürften diejenigen Keiner Verv gnflgungBstätten, die als Haupttummelplatz dieser Juden bekannt sind, sich ein Verdienst erwerben, wenn öie derartigen Verbrechern den Aufenthalt in ihren Räumen untersagten. Auf dem Lande und auch in den Kleinstädten haben sich die Restaurationsbetriebe schon seit längerer Zeit dazu bereit gefunden, Juden in ihren Lokalen nicht zu dulden. So müßten es auch die Großstadtbetriebo machen, damit ein deutscher Gast nicht daran Anstoß zu nehmen braucht,' daß jüdische Schieber mit ihren „Damen" sich breitmachen. Laßt die Juden zum Juden gehen, dann sind sie unter sich. -Den, Bauern und,'Landwirten.aber, die immer noch mit diesen Juden . . . Geschäfte' machen, sei hier ins Stammbuch geschrieben, daß wir sie als Verräter am deutschen Volke betrachten. Denn wer-Verbrecher .unterstützt, macht sich mit strafbar und versündigt sich an seinem Volk." Eine Kündigung widerrufen Klage eines nlchurisehen Angestellten vor dem Arbeitsgericht Frankfurt a. M. Eine Firma, die aus nichtarischen in arische Hände übergegangen war, beschäftigte unter fünfundsechzig 'Angestellten oIb einzigen auch einen jüdisehen Angeste 1 Iten weiter. Einige Monate später kündigte sie ihm, woil durch Beine Weiterbeschäftigung der arische Charakter der Firma in Frage gestellt werde. Das Arbeitsgericht Hanau (A C 114/34) entschied auf die Klage des Angestellten,, daß die Kündigung unbillig hart und also zu widerrufen sei. Die Firma habe bis zur Kündigung an der Abstammung des Klägers keinen Anstoß genommen und auch doB kaufende Publikum habe' dies nicht getan; denn der Umsatz in der' Abteilung - des Klägers sei gestiegen. Auch die Zusam^enarBeit'' mW" tfetf'lnnubern 'tteV ■ Firma'1 sei' einwandfrei gewesen. Der Kläger sei überdies Frontkämpfer, und dies sei, wie au» dein' Beispiel der nichtarischen beamteten Frontkämpfer hervorgehe, besonders zu berücksichtigen. Er Bei verheiratet, habe ein Kind, und schließlich sei auch zu bedenken, daß er ah älterer nichtarischer Angestellter nur sehr schwer eine neue, seinem bisherigen Einkommen entsprechende Stelle werde finden können. Es wird gemeldet: ■ In der Zeit vom 7. April bis 2. Juni veranstaltet die Künstlerhilfc der ^Berliner Jüdischen Gemeinde im Jüdischen Museum eine Frühjahrsausstellung Berliner jüdischer Küri stier. »■'- ,; ' >: ,': ' ■ Der Verkehrsverein des Harzbades S u d e i od e 'hat den Beschluß gefaßt, den Gemeindevorstand zu bitten, jüdische Gäste fernzuhalten. * ■ Im Anschluß an die Mitteilung von der im Mai in Parii stattfindenden WeltkonferenzjüdischerKriegBteilnchmerverbände gibt der Reichsbund jüdischer Frontsoldaten bekannt, daß er der Veranstaltung völlig fernstehe und sich auch nicht daran beteiligen werde. * ■ Auf eine Anfrage im englischen Unterhaus, ob die Regierung, entsprechend einem Vorschlag des Völkerbundes, dem Internationalen Nansen-Amt Kredite zur An Siedlung von Flüchtlingen zur Verfügung stellen werde, antwortete Außenminister Shtton, er habe-bisher ein«. Mitteilung des Generalsekretärs des Völkerbundes über diese Resolution' noch nicht erhalten. * ■ Aua Tel Äwiw wird berichtet: Hier wurde eine Mos Liebermann -Gedächtnis - Ausstellung veranstaltet. Die Eröffnungsansprache hielt Bürgermeister Dr. Dizengoff. - H Die vier jugendlichen Attentäter, die im Dezember vorigen Jahres einen Spren gsto{f anschlag auf die Züricher Synagoge verübt haben', wurden vom Züricher Bezirksgericht .zu zwölf bzw. vierzehn Tagen Gefängnis verurteilt. *'.'''■ ■ Im Alter von 77 Jahren ist in Versailles Kommandant Armand Lipman gestorben. Lipman, der der Sohn des OberrabbinerB von Metz war, hat rieh, nachdem er von seiner ruhmreichen militärischen Karriere Abschied genommen hatte, ganz dem Judentum gewidmet und zahlreiche jüdische Schriften verfaßt. * "■' Meldurigeri aus Wien zuiolge ist 'dort Frau Adele Benedikt, die Witwe des früheren Herausgebers und Chefredakteurs der „Neuen Freien Presse", im 87. Lebensjahre gestorben. * ■ In Wilna wurden fünf nationalistische Studenten zu einer Gefängnisstrafe von zwei bis fünf Jahren,xerurteilt, weil sie eine Terrororganisation begründet und in einer Wilnaer Synagoge eine Bombe zur Explosion gebracht hatten. * ■ Die jüdischen Gemeinden Lüttich und Charleroi haben sich an König Leopold mit der Bitte gewandt, ihnen zu gestatten, vor dem Eingang ihrer Synagogen Büsten des verstorbenen Kä.n.ig Abhört ala. Zeichen ihrer Dankbarkeit für den Monarohen,,,dop-1ein,,großer Judenfreund war, aufzustellen. König Leopold - hat geantwortet, er sei tief gerührt von diesem Treuebeweis der belgischen Juden. /. - * . .< ■ In Lemberg haben bisher unbekannt gebliebene Täter in ein jüdisches Kaffeehaus einen. Sprengstoffkörper geworfen. Durch die Explosion, die einegroße Panik unter den Gästen hervorrief, wurde dos Kaffeehaus zum großen Teil demoliert. ■ -Aus Anlaß des 85. Geburtstages des Präsidenten der tschechoslowakischen Republik, M n ra r y k, veranstaltete der Verein für jüdische Geschichte und Literatur in Wien eine Versammlung, in der Akademieprofessor Dr. Julius Urbach Masaryks Verhältnis zu den Juden würdigte. Angel© Sacerdoti geftorben Kondolenzschreiben des Königs und der Regierung Rom. Der Oberrabbiher von Rom und Vorsitzende des Rabbinat3 des Verbandes der jüdischen Gemeinden Italiens, Professor Drv Angelo S a o e r d o t i„ ist in Mailand gestorben. Obcriobbiner Dr. Sacerdoti, der geistliche Führer der italienischen Judenheit, hat auch im politischen Leben der italienischen Juden eine hervorragende Bolle gespielt. Er gehörte dem engeren Kreis um Ministerpräsident Mussolini an und war 1930 neben dem damaligen Präsidenten des Jüdischen GenicindovcrbandeB, Advokat Sereni, und dem Professor des kanonischen Rechts an der Mailänder Universität, Mario Falco, einer der drei jüdischen Vertreter in der von Mussolini mit dem Entwurf des neuen jüdisohen Ge m e in de goBo t z e s betrauten Spezialkommission. Als jüdischer Gelehrter genoß Professor Sacerdoti hohen Ruf. Die Beisetzung des Oberrabbinors von Italien erfolgte unter starker Teilnahme der jüdischen und nichtjüdischen Bevölkerung auf dem Jüdischen Friedhof von Rom. Dem Sarge folgte eine Traucrgcmomdo von über tausend Personen, unter ihnen zahlreiche: hohe Offiziere der Armee und der faschistischen Miliz. Dos - Militärkommando war bei dem Leichenbegängnis Oberrabbiner Saccrdotis, der als Feldrabbiner der Armee angehört hatte, durch den Gouverneur der Stadt und Provinz Rom vertreten. Vor der, Synagoge hielten der Vorsitzende des Verbandes der jüdischen Gemeinden Italiens, Advokat Sereni, und der Vorsitzende der. Jüdischen,' Gemeinde Rom, Ing. Recanati, Trauerreden. Am offenen Grabe sprachen der''o^jWrigV'Rabbmer'.väh Mailand,, d d Fan'o, ein persönlicher Freund des Papstes seit der Zeit, da er Direktor, der ambrösianischen Bibliothek in Mailand war, und der Leiter des Jüdischen Theologischen Seminars Professor Cossuto. Der König und die Regierung hatten an die Hinterbliebenen und an den jüdischen Gemeindeverband Kondolenzschreiben gerichtet. Der Flieger Heinz Kiflln Der junge jüdische Flieger Heinz K i s b i n , der, wie gemeldet, beim Einfliegen einer neuen Maschine tödlich verunglückt ist, hat auf dem Friedhof in Weißensee ein ehrenvolles Begräbnis ge- funden. An der Bestattung nahm auch die bekannte Wcltfliegerin E11 v Beinhorn neben zahlreichen Fliegern und Fliegerinnen und'Vertretern der Lufthansa teil. Die Flieger führten den _~-f. Auf demselben'Friedhof, auf dem kürzlich Max > Liebcrmann zur letzten Ruhe gebettot wurde, wurde am vergangenen Donnerstag Eugen,Landau beigesetzt, der im Alter von fast 83 Jahren in Berlin gestorben ist.,. . '.'■ Wie Generalkonsul Eugen Landau einer der führenden Persönlichkeiten des Finanz-. und Wirtschaftslebens Deutschlands war, so hat er' auch im jüdischen öffentlichen Leben, als Mitbegründer und Vorsitzender des Hilfsvereins der deutschen Juden' und Mitglied der Leitungen zahlreicher jüdischer Institutionen eine hervorragende Rolle'gespielt; ' - Eugen Landau war am 17. März 1852 als Sohn des.Breslauer Bankiers und Geheimen Koramerzienrats Jacob Landau giboren. Nach dem Tode' seines Vaters Übernahm er gemeinsam mit seinem Brüder Hugo die' Bankfirma Jacob Landau; - die gegen' Ende des 19. Jahrhunderts mit an erster Stelle im Berliner Finanzleben stand und die Finanzgeschäfte und Anleihen der Stadt Berlin besorgte. Später ging die Firma, über auf - die Nationalbank für Deutschland, wobei Eugen Landau sich als Berater von' großer Lebendigkeit und fast unerschöpflicher, Kombinatioasgabe erwies. Die AEG-Gruppe, der von ihm selbst zusammengefügte Bier-Sprit- Konzern Schultheiß-Kdhlbaum, Rütgers, ein. erheblicher Teil der oberschlesischen Industrie, die Nationalbank und später die Commerzbank zählten ihn zu ihren wichtigsten Helfern. Daß Eugen Landau, der, auch im gesellschaftlichen Leben Berlins eine große Rolle spielte,,nicht im Fihanzleben aufging, zeigte seine im Jahre 1875 erfolgte Ernennung züm Königlich spanischen Generalkonsul. Eugen Landau war auch Major der Landwehrkayallerio.a. D. und Ritter hober Orden. Von den Stiefsöhnen Eugen Landaus war der eine Walter Sobernheim, Generaldirektor' der Schultheiß-Patzenhofer-Brauerel, der; zweite, Gurt, Vorstand der Commerz^ und Privatbonk, der dritte war der Anfang 1933 verstorbene Legationsrat im Auswärtigen Amt Moritz Sobernheim. Bekannt und geschätzt war Eugen Landau auch wegen seines Gemeinsinnes, und niemand appellierte vergeblich au seine Wohltätigkeit. Jüdische Wohlfahrtszwecke innerhalb und außerhalb Deutschlands wurden von ihm jederzeit freigebig bedacht. Aus der Erkenntnis, der Judennot im Ausland durch systematische Arbeit abzuhelfen, entstand der Hilfsverein der deutschen Juden, der von Eugen Landau gemeinsam mit James Simon und Paul Nathan gegründet wurde, und für dessen Aufgaben und Ziele Eugen Landau große Mittel zur Verfügung stellte. Zwei Jahre nach der Gründung trat er das Amt des ersten Vorsitzenden an James Simon ab, um es nach, dessen Tode wieder zu übernehmen. Für die Aufgaben des praktischen Palästinaauf baub hat Eugen Landau Btets Verständnis bewiesen, und er war bis zu seinem Tode Vizepräsident des, deutschen Palästinawerkes. Eine führende Stellung. nahm Landau auch bei der jüdischen Altorshilfe und im Auerbachschen Waisenhaus ein. Sein Leben war mit Werken der Wohltätigkeit und der Nächstenliebe in echt jüdischem Geiste ausgefüllt. Die Beifetzung Ein großes Trauergefolge gab Eugen Landau, der auf dem Alten Friedhof der Berliner jüdischen. Gemeinde in der Schönhauser-Allee zu Grabe, getragen wurde, das letzte Geleit und legte Zeugnis von der 'Verehrung ab, deren sich'''der' Philanthrop erfreuen durfte. Vom Vorstand dor Berliner jüdischen Gemeinde sah man Dr. Alfred Klee und Wilhelm Graetz. Der Hilfsverein war durch seine stellvertretenden Vorsitzenden. Max M. Waiburg, Willy Dreyfus "und Professor Mittwoch vortreten. Der C.V., dessen Hauptvorstandsraitglied der Verstorbene war, hatte Justizrat - Dr. Brodnitz, Dr. Bruno Weil und Dr. Alfred Hirschberg entsandt. Von der Zionistischen Vereinigung für Deutschland war deren geschäftsführender Vorsitzender Dr. Franz Meyer enwesend. Auch viele andere führende Persönlichkeiten des jüdischen Lebens und der InduBtrieunternehmuhgen, denen Eugen Landau ' verbünden gewesen war, hatten Bich auf dem Friedhof eingefunden. In seiner Gedenkrede zeichnete Dr. Warschauer Eugen Landau als einen Repräsentanten einer versunkenen Zeit, der seine, nie versagende Arbeitskraft, seine Lebendigkeit und seine Energie stets in den Dienst dessen gestellt habe, was er als 'zukunftsreich ansah. So habe er auf der einen Seite wirtschaftlichen Unternehmungen gedient, auf der anderen Seite einzelnen Menschen und der Welt. Vier Jahrzehnte lang war er Vertreter eines fremden Staates. Dem. eigenen Vaterlondo diente er bis zuletzt im Weltkrieg. Das Wort „Der klugen Sinnes ist, der gibt sich den religiösen Pflichten hin", galt auch für Eugen Landau. In seiner von Liebe erfüllten Pflicht gab er.-sich' dem hin, was man mit dem im Grunde unübersetzbaren Wort ,^Iizwaus" bezeichnet.. Er war gesegnet, schloß Rabbiner Dr. Warschauer, und er. wird ein Gesegneter bleiben.. ' Harmoniumspiel und Gesang endeten die Trauerfeier. Aufn.: Han» Pinn (Meinen) ■ Wagen mit dem Sarge selbst zum offenen Grab, wo der 'Kriegsflieger und Mitglied des Reichsbundes jüdischer Frontsoldaten,.- Ledermann, den Toten durch einen schlichten Nachruf ehrte. Vom Reichsbund jüdischer Frontsoldaten waren eine Fnhncnabordnung und Vertreter aller Berliner Ortsgruppen erschienen, —r Nach seiner durch, die Neuordnung der Verhältnisse bedingten Entlassung-aus-dem Dienst der Deutschen Lufthansa hatte sich Kissin dor besonders gefahrvollen Tätigkeit des Einfliegens neuer Typen zwecks Feststellung ihrer Verkehrssicherheit zugewandt^ Eine Achtzig jährige ... In diesen Tagen beging Frau Therese Simon-Sönnern ann., die Tochter des Gründers der „Frankfurter Zeitung", ihren 80. Geburtstag. Sie hat am Schicksal dieses Blattes, dem-sie-- als Mitglied des Aufsichtsrats bis zum ihrem 78. Geburtstag, eng verbunden gewesen ist, den lebhaftesten Anteil genommen. Die« „Frankfurter Zeitung", die der Jubilarin aus Anlaß ihres 80. Ge-, burtstages mit Achtung und herzlichen Glückwünschen gedenkt,. erinnert dabei. an das geistige Wirken Frau Therese Simon--. Sonnemanns, die ihr Haus in Berlin zum Mittelpunkt eines ausgezeichneten Kreises vongeistigen und künstlerischen, Menschen zu machen verstand. ... und ein Siebzigjähriger Der vielgewandto und unglaubliche produktive Schriftsteller Rudolf Lothar, dessen Stücke in zahllosen Aufführungen, über die Bühnen des In- und Auslandes gegangen sind, ist vor. wenigen Tagen 70 Jahre alt geworden. Es ist unmöglich, auch [ nur annähernd alle Stücke aufzuzählen, die der ehemalige Jurist, 'Philologe und. Journalist teils unter Boinem Nomen, teils unter' Pseudonymen in •' die Öffentlichkeit geschickt hat. Wenn diese Arbeiten wio „Casanovas' Ruhm", „Die Herzogin von Elba",'„Das Morgenblatt", in dem er an den Fall Caillaux-Calmette anknüpfte» und zahllose andere, auch keineswegs in die Gattung Literatur gehören, und man ihm auch nicht immer willig zu folgen venriag; so haben sie doch unzählige Hörer erheitert. Lothar, der als Sohn deutscher Eltern in Budapest geboren war, und dem Berlin zur zweiten Heimat wurde, zeigt Bich in diesen, Stücken als virtuoser •Techniker, dem.es nie an fruchtbaren Bühnenmotiven gefehlt hat.. Sein großer literarischer Bühnenerfolg war „König Harlekin", der ihm den Bauernfeld-Preis eintrug. . Auch als geschickter, Librettist ist Rudolf Lothar bekannt' geworden, nachdem er das Textbuch zu d'Alberts Oper' „Tiefland1'v geschrieben hatte, die es bisher zu 12 000 Aufführungen gebracht hat. Rudolf Lothar hat in früheren Jahren auch vielgolesene - Romane veröffentlicht. Unter seinen übrigen' Schriften aind seine .-. ■ Biographie Adolf von Sonnenthals, der ein Vetter Lothars war, und seine Geschichte des Wiener Burgtheaters, die er im vergangenen Jahr neu bearbeitet und bis auf die Gegenwart fortgeführt hat, bemerkenswert.!>% J$'4&iii*i£t. frÜA ^1 *'a£.1*C V X »/.'»sife-vis^w <v v£/wk ai-ww« - vi-'i.Mu£Vv lv.>:h a^tejs »itV t v-'->.4^?.-. iSÄL. ^l^mAiksMik^ **i V

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