Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- Neue Folge, elfter Jahrgang 5625 (1864/65) (1865)
- Date
- 1865-01-01
- Page
- Seite 255 (sequence 275)
- Language
- German
- Belongs to
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255 „Wie heißest Du Kind?" fragte er fast sthemlos. „Sie heißen mich Bella." Dem Grafen war das Buch, das er in Händen gehalten, entfallen. Bella bückte sich, um es auszuheben. Da geschah es, daß sie mit ihrem Kopfe unter die Hände des Grafen gerieth. „Bella heißen sie Dich?" rief er, und er faßte nach dem von schwarzen Flechten umrahmten Kopfe des Mädchens. Dann sah er ihr lange in die Augen, die einen so wunderbaren Gegensatz zu ihrem kindlichen Wesen bildeten. „Bella heißt die Schöne," sagte er nach einer Weile, „aber schön bist Du nicht. Deine Schönheit liegt ganz anderswo, und an mir wird es sein, diesen versunkenen Karfunkel aus seiner schmutzigen Umhüllung in die herrlichste Einfassung zu bringen." Diese Worte hatte der Graf mit flüsternden Lippen, fast unvernehmbar gesprochen; dennoch war keines dem feinen Gehöre des Kindes entgangen. Mit einer hastigen Bewegung wandte er sich dann von Bella ab. „Gehe jetzt dort in jenes Haus, wo der Gärtner wohnt," sagte er mit gänzlich verändertem Tone, indem er gebieterisch die Hand nach einem am Ausgange des Gartens liegenden Häuschen ausstreckte, „und sage ihm, er möge Dir so viel Blumen für Deine Laubhütte geben, als Deine Schürze fassen kann.. Bon rnir sostst Du noch weiter hören." Eine Viertelstunde darauf kam das Kind des Vorbeter§, dE Schürze hochMs mit Blumen gefüllt, athemlos, mit brennerwM um. welches die schwarzen Haare in wil- -d>v 'Üsto'^rküNg WgM->. nn Hofe des Hauses an, wo ihr