Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- Neue Folge, elfter Jahrgang 5625 (1864/65) (1865)
- Date
- 1865-01-01
- Page
- Seite 121 (sequence 141)
- Language
- German
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Die unsere Zeit bewegende Polemik und Apologetik über Prinzipien oder praktische Reformen, hat auch in hebräischer Sprache ihren Ausdruck gefunden. Frankel's Hodegetik zum Mischna,, namentlich seine Definition von ’TDÜ n&D nsbn (vergl. Jahrg. VII, 166 mit VIII, 125) hat Beleuchtungen in verschiedenem Sinne hevorgerusen, einerseits (Ha-Zofe . . .) von B. H. Auerbach üjeßt Rabb. in Halberstadt) und (Nrxne Tosobt und ba-Brnst we ha- Schalom ahebu) von S. Klein, Rabbiner in Colmar; andererseits (vibre Scbalom . 9) von S. L. Rapoport und (Mamtik Sod) von S. I. Kämpf. Wenn der Angegriffene Mell gegenüber zirnächst auf eine Art von Betheuerung seiner Rechtgläubigkeit sich beschränkte, so darf man wohl in dem bevorstehenden zweiten Theil seines Werkes eine sachliche Aufklärung erwarten. — Ein anderes, seit 20 Jahren angeregtes Thema, die Theorie der Entscheidung in streitigen Fällen und der Werth des überstimmten Votum's ist ebenfalls Gegellstand der Kontroverse geworden; eine Kritik der Ansichten des verstorbenen H. Chajes von H. Toneles Hahndel in Wien (Scbaare Bina) 1), rief eine Gegenkritik von I. S. Katz in Nikolsburg (Beebem Scbearim) hervor. Gegen die Verlegung des Almemar schrieb D. Schlesinger „ein Necept für W. A. Meisel" (Kar Tabor), dagegen fanden die Chochinchina-Hühner einen rituellen Vertheidiger an L. Eckstein (Kanfe Nescharim) — es gehören sicherlich auch solche Streiflichter zu dem Gesammtbilde der hebräischen Literatur der Gegenwart. — Eine Streitschrift gegen Reformen überhaupt (Milchamot Adonai) ließ Rabb. Sutro in Münster — bekannt durch seine Petitionen für 0 Vergl. Lvw's Kritik in „Ben Chananja" 186), S. 3S9.