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Kalender und Jahrbuch für Israeliten · 1865-01-01 · Neue Folge, elfter Jahrgang 5625 (1864/65) (1865) · p. Seite 117

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Journal
Kalender und Jahrbuch für Israeliten
Volume
Neue Folge, elfter Jahrgang 5625 (1864/65) (1865)
Date
1865-01-01
Page
Seite 117 (sequence 137)
Language
German
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IRI
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117 Kräfte in Anspruch. Von den, feit Abschluß des Talmuds vorherrschenden Formen des Kommentars und derGutachlen', hat die Erstere sich durch die Neigung zur Spitzfindigkeit und die Sucht nach Neuem zu sogenannten „Novellen" (Chidduschim) aus gebildet, und später neben dem Talmud auch den Gesetzcodex des Josef Karo zum Ausgangspunkt gewählt; die Gutachten, die früher mitunter in einem einzigen Worte bestanden, sind großen Theils zu Dissertationen über schwierige Themata herangewachsen, und merkwürdiger Weise sind die Abkömmlinge Spanien's in der Levante hierin Schüler der Deutschen oder Polen geworden, obwohl auch die Tendenz nach fleißiger Quellensammlung bei ihnen nicht erstorben ist. Wir sprechen zuförderst von den Schriften, welche die Methode der letzten Jahrhunderte repräsentiren. Wenn irgendwo, so muß hier unser Bericht lückenhaft erscheinen; dafür werden wir auch mit charakterisirenden Bezeichnungen sparsam sein, da das Individuum nur im Rahmen, seiner Gattung zu zeichnen und zu bezeichnen ist. Andererseits gibt es doch gewisse hervorragende Autoren und populäre Namen, welche füglich an die Spitze zu stellen find, ohne Rücksicht darauf, welcher Form sie sich bedienten; ja es geschieht namentlich bei solchen, daß die Vorträge und Mittheilungen des Lehrers, oder Randnoten ihrer Bücher, erst von den Schülern in irgend eine schriftstellerische Form gegossen werden. Wir beschränken uns auf folgende: Von den Kommentaren (Biurim) des als „Gaon" bekannten Elia Wilna (st. 1797), — unter dessen Namen freilich auch manches Unechte in Umlauf gebracht wird *) — ist u. A. der zu 9 Das Neueste über ihn enthält das unten zu nennende Werk von Fünn.

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