Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- Neue Folge, zehnter Jahrgang 5624 (1863-1864) (1864)
- Date
- 1864-01-01
- Page
- Seite 90 (sequence 114)
- Language
- German
- Belongs to
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- IRI
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- Homer 1× ep/1025156
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90 woran sich wieder so viel herzinnige Poesie geknüpft, die man I nicht leicht in Worten wiedergibt. Dergleichen muß man mitgej lebt und mitempsunden haben, um den religiösen Dust, der ihm 1 entströmte zu verehren. „Mir steigt der Duft schon in die Nase" sagte August.; Ich habe da an dem niedlichen Pfefferbüchslein, das mir unter die Hand kam gerochen, und finde, daß es gar nicht übel duftet." Auch dieses Büchslein, erwiederte ich, hat schon seinen Homer gefunden. Das dient dem Scheidegruß, den der jüdische Familienvater allwöchentlich dem Sabbat bringt, den er unter Licht und Wein, wie dort die alte Messinglampe und der Weihebecher dir beweist, empfängt und unter Licht und Wein und Dust entläßt. Der Hausvater erklärt jedes Fest für eröffnet und geschloffen, er ist der Priester des Hauses und verkündigt den Beginn der Werkeltage — denn eine zweite Seele ziehet mit jedem Sabbat in des Juden Herz, sie empfängt und entläßt er unter weihevoller Ceremonie. „Dient jene wunderliche achtzinkige Lampe auch dem Sabbatgruße?" Nein! Daran werden der Erinnerung des makabäischen Heldenstammes die Gedächtnißlichtlein gezündet und holde Sagen aus der Vorzeit glänzender Tagen erzählt das Größmütterchen den lauschenden Enkelinen beim heiligen Lampenscheine, während die wilden Knaben jene bleiernen Würfel schnurren lassen. „Das ist alles zart gedacht, und schön und rein wie der Gedanke blinken die ehernen Gefäße. Wie häßlich aber nimmt sich daneben der übelriechende eiserne Löffel aus, an dem eine widerwärtige Kruste klebt, die dem Anscheine nach aus Kalk bestehet, dem irgend ein färbender Stoff beigemengt war. — Gehört der auch zur Religion?" —