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Kalender und Jahrbuch für Israeliten · 1864-01-01 · Neue Folge, zehnter Jahrgang 5624 (1863-1864) (1864) · p. Seite 16

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Journal
Kalender und Jahrbuch für Israeliten
Volume
Neue Folge, zehnter Jahrgang 5624 (1863-1864) (1864)
Date
1864-01-01
Page
Seite 16 (sequence 40)
Language
German
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16 kaum nennenswerthe Zahl herausfinden, abgesehen von den Priestern, welche den heiligen Dienst, als eine Privatdomäne betrachteten, „die das Heilige entweiheten." Wir wollen hier mit diesen Bemerkungen, die wir an einem andern Orte ausführlicher zu erörtern gedenken, durchaus nicht der Vergangenheit nahe treten und ihre Verdienste auch nur im Entferntesten schmälern, aber es dürste den Illusionen und Hallucinationen gegenüber, welche von manchen überseligen Personen, die in Verzückung gerathen, wenn sie von der Vergangenheit sprechen, und die nicht genug Schimpf und Spott für die neue Zeit und ihre Bestrebungen haben, nicht ohne Berechtigung erscheinen, die Dinge beim rechten Namen zu nennen. Wir wollen dabei keineswegs die Schwachen, Fehler und Mängel der . neuen Zeit vermänteln. Was nun die jüdischen Gemeindeangelegenheiten betrifft, so sehen wir in unserer Zeit gar oft die wahrhaft trostlose Erscheinung, daß Zank und Zwiespalt, Streit und Hader an der Tagesordnung sind. Da wird gekämpft um das Vorsteher- oder um ein sonstiges Ehrenamt, dort wieder entbrennt der Streit über Orthodoxie und Reform, der zumeist aus dasselbe hinausläuft; denn in einer Gemeinde, die in eine Reform und in eine orthodoxe Gemeinde getheilt ist, haben mehr Personen Aussicht die Vorsteherwürde zu bekleiden, als da, wo die Gemeinde einheitlich ist. Dann hört man Klagetöne ausstoßen über die Hierarchie. Ein wahrhaft rothes Gefpenst! Wer Juden und Judenthum nicht kennt, müßte meinen, die Macht eines jüdischen Predigers oder Rabbiners sei ungeheuer; er sei im Stande zu lösen und zu binden. Endlich vernimmt man ein wahrhaftes Klagegeschrei von Seite der Gemeindemitglieder über die Gebahrung des Vorstandes, über die materielle Verwaltung rc. re. — Nun ist

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