Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- Neue Folge, neunter Jahrgang 5623 (1862-1863) (1862)
- Date
- 1862-01-01
- Page
- Seite 167 (sequence 187)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2609281-2609298--5147-2612497- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
167 hinterlaffenen Bibliothek, welchen Herr Dr. Wolf im Anstrage der Witwe veröffentlicht, wird ebenfalls eine biographische Skizze enthalten. In Dresden wurde eine Beerstiftung begründet, welche bereits über 1000 Thaler stark ist, zu welcher auch unaufgefordert Herr Dr. Günsberg in Seesen, Herr Albert Cohn und die Familie Rothschild in Paris beitrugen. S. Caben ist am 8. Jänner 1862 zu Paris gestorben. Derselbe war 1796 in Metz geboren/ begann 1831 die Bibel zn übersetzen und zu commentiren, vollendete seine französische Uebersetzung 1853, gab seit 1840 die Mvnatschrift „Archives Jsraelites" heraus, die von seinem begabten Sohne fortgesetzt werden, ward Ritter der Ehrenlegion und war ein eifriger Förderer der jüdischen Aufklärung in Frankreich. Sein Bibelwerk hat sehr werthvolle Beilagen von Salomon Munk und Leopold Dukes, und enthält auch Stücke in französischer Ilebersetzung aus Znnz's „Gottesdienstliche Vorträge". Dr. Emanucl Hecht, Lehrer zu Hopstätten im Fürstenthum Birkcnfeld, starb am 25. Februar 1862. Er war ein wackerer Lehrer und ein fleißiger Forscher aus dem Gebiete jüdischer Geschichte. Auch dieses Jahrbuch hatte in früheren Jahrgängen sich manches schätzbaren Beitrages von seiner Seite zu erfreuen gehabt. Lieutenant Adolf Beer. Aus Budweis wird geschrieben: Am 25. Mai fand hier das Leichenbegängniß des aus Mähren gebürtigen und hier stationirt gewesenen, in seinem 28. Lebensjahre an den Folgen eines organischen Herzfehlers verschiedenen k. k. Lieutenants Adolf Beer statt. Er war der Sohn armer israelitischer Eltern und hatte sich in den letzten italienischen Feldzügen ausgezeichnet, so daß er zugleich die Stabsoffiziers-Adjutantur bekleidete und einer allgemeinen Beliebtheit und Popularität sich erfreute. Das Leichenbegängniß war ein seltenes, außerordentlich imposantes.