Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- Neue Folge, achter Jahrgang 5622 (1861-1862) (1861)
- Date
- 1861-01-01
- Page
- Seite 205 (sequence 229)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/2609281-2609296--4931-2612280- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
205» son, Jos. Israel Lämleim, Emil Levy, Eduard Lievre, Meyer, Ed. Moyse, Worms rc. Unter den Gegenständen jüdischer Kunst werden als gelungen bezeichnen Moses, die Feier des »Bar Mitzweh« in der Synagoge, Jacobson: Ester und Ahasverus; dann von einem Nichtisraeliten ein herrlicher Kupferstich von Oller nach Beda: »Die Mauer des Salvmvnstempels, an welcher die Juden in Jerusalem das Minhagebet verrichten.« — Hr. Elias Furtado, Mitglied des Pariser Consistoriums, ist wegen seiner Verdienste, die er sich um die Israeliten in Frankreich erworben hat, zum -Ritter der Ehrenlegion ernannt worden. Hr. Bischosshrim, Banqnier zu Paris, hat eine wohlthätige Stiftung in einem jährlichen-Rentenbetrag von 15,000 Fr. errichtet. Eingedenk, daß er einen Theil seines Lebens in Amsterdam und Frankfurt zubrachte, soll die Hälfte hiervon zur Unterstützung strebsamer junger Leute in diesen Städten, die andere zum gleichen Zweck in Paris verwendet werden. Ein Familie Rouget hat ihr ganzes Vermögen im Betrag von 120,000 Fr. den israelitischen Wohlthätigkeitsanstalten zu Paris vermacht. Das Jsraelitenspital zu Meß erhielt von einem dem protestantischen Glaubensbekenntnisse angehörenden Bewohner dieser Stadt ein Vermächtniß von 13,000 Fr. Zu Rußland. Ueber die so außerordentlich merkwürdige Umstimmung in Russisch-Polen erhalten wir folgende interessante Ausschlüsse: An der Spitze der Bewegung, die rückhaltslos und allgemein um sich greift, steht der Oberrabbiner Hr. Meisels, ein Mann von großer Energie und richtigem Verständniß für Zeit und Verhältnisse, der sich in den wenigen Jahren seines Warschauer Aufenthalts eine maßgebende, achtunggebietende Stellung zu verschaffen wußte. Früher in Krakau, war er auch die Seele jener Bestrebungen, welche daraus abzielten, bei den Juden Galiziens Liebe für bas Land und dessen