Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- Neue Folge, achter Jahrgang 5622 (1861-1862) (1861)
- Date
- 1861-01-01
- Page
- Seite 147 (sequence 171)
- Language
- German
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147 Kempen) »israelitische Glaubens- und Pflichtenlehre in Katechesen« ist mittelmäßig (abgesehen von vorkommenden Unrichtigkeiten, dahingegen L. Stern's (in Würtemberg), »deutsches Lesebuchsür israelitische Schulen«, wovon die beiden ersten Bändchen erschienen, zweckentsprechend. Die Auswahl in den hagadischen Erzählungen (im ersten Bändchen) hätte allerdings umfassender sein können. — Saalschutz (Pros, und Prediger in Königsberg) hat das »Gebetbuch der Synagoge« für Frauen deutsch bearbeitet. Der vom Verfasser richtig angenommene Grundtypus ist: »Beibehaltung aller Gebete, meist selbst wörtlich, jedoch Abkürzung derselben, Vermeidung von Wiederholungen und Hauptrücksichtnahme auf den erbaulichen Inhalt.« Wünschen wir dem auch äußerlich zierlichen Büchlein recht viele fromme Beterinnen! — Ein eigentümliches Zeichen der Zeit ist es, daß, während Geiger in einer neuen Auslage seiner Broschüre: »Nothwendigkeit und Maß einer Reform des jüdischen Gottesdienstes« dieses Maß in seinen Vorschlägen nicht geradehin einhält, der Kirchenrath I. Maier in Stuttgart (Präsident der früheren Rabbinervcrsammlnng zu Braunschweig) eine »Gebetordnung« hcrausgibt, die das ancien regime in der Liturgie selbst mit dem nN Dpun in der Benediction am Purim säst ganz in seiner Integrität stehen läßt! — Herzfeld's (Landrabbiner in Braunschweig) kleine Schrift: »Minchath Sikaron,« theils geschichtlichen , theils dem Zugendunterrichte gewidmeten Inhalts, sei bei dieser Gelegenheit mit erwähnt, da sie keiner bestimmten Rubrik angehört. — Auch in weiteren Kreisen verdienen Adler's (Landrabbiner in Cassel) beredte »Vorträge zur Förderung der Humanität«, meist gehalten in der Gesellschaft der Humanität zu Cassel, bekannt und gewürdigt zu werden. Diese Vorträge beleuchten manche in der Neuzeit aufgeworfene politische und moralische Fragen vom Standpuncte des Judenthums und versuchen sie aus geschickte und anziehende Weise zu lösen. — Außerdem liegen Predigten von Jastrow (in 10*