Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- Neue Folge, achter Jahrgang 5622 (1861-1862) (1861)
- Date
- 1861-01-01
- Page
- Seite 146 (sequence 170)
- Language
- German
- Belongs to
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146 columnen. Für Literarhistoriker und Bibliophilen dürste er fast unentbehrlich sein. Noch habe ich Ihnen über die, die Religionslehre, Erbauung, den Jugendunterricht und sonstige allgemeine Belehrung betreffenden Schriften und Vorträge zu referiren. — Der unermüdliche Philippson hat die Darstellung der »israelitischen Religionslehre« sür erwachsene Leser unternommen, wovon die »erste Abtheilung« (Einleitung) vom literarischen Institute herausgegeben wurde. Die Absicht des Verfassers ist nicht eigentlich, die Lehren und Satzungen der Religion, wie sie gegeben, einfach darzustellen, sondern vielmehr eine philosophisch-historische Einsicht in dieselben, nach dem Culturzustande der Gegenwart und den daraus hervorgehenden Folgerungen sür die Zukunft, zu erschließen. Das Buch wird, wie der Verfasser selbst voraussieht, nach den verschiedenen religiösen Richtungen mannigfach beurtheilt werden. Ein tieferes Eingehen muß ich mir bis dahin Vorbehalten, da das Werk ganz vollendet vorliegen wird; jedenfalls enthält aber schon die erste Abtheilung für Alle Beachtungswerthes, z. B. S. 60—63 über das zu beobachtende richtige Maß in der Bibelkritik. In den Beilagen finden Sie allerlei bereits früher abgedruckte Abhandlungen, von denen insbesondere die »über die Aussprüche der griechischen Philosophen über Gott« Freunde des elastischen Alterthums intereffiren wird. — Breuer hak »die biblische Geschichte für die israelitische Jugend« in dritter umgearbeiteter Aussage herausgegeben und die fernere Geschichte der Juden bis zum Jahre 1830 in kurzem Abrisse angesügt. Es hat sich über manches Stylistische und Sonstiges in diesem Werke eine Zeitschriftpolemik entsponnen, die aber zu dem Resultate führt, daß jedenfalls das Buch des greisen Lehrerveterans ein schätzenswerther Beitrag zur Förderung der Bibelkenntniß bei der jüdischen Jugend ist, wenn auch einzelne Ausdrücke und Darstellungen zu modificiren sein dürften. — E. Mande's (Lehrer in