Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- Neue Folge, achter Jahrgang 5622 (1861-1862) (1861)
- Date
- 1861-01-01
- Page
- Seite 117 (sequence 141)
- Language
- German
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Wertheim in den Jahren 184-4—1846 mit den Elasticitätseigenschaften der Gläser, der Hölzer und mit denen der Gewebe des menschlichen Körpers. Die beiden ersteren Arbeiten wurden gemeinsam mit Ehavandier ausgeführt. Beim Glase wurde hauptsächlich der Einfluß der verschiedenen Arten der Kühlung sestgestellt. Die Untersuchung über die Elasticitäts- und Eohäsionsverhältnisse der Hölzer ist die umfangreichste und in größtem Maßstab angelegte Arbeit, die Wertheim ausführte, und wenn es auch nicht gelang, fixe Werthe und Gesetze von großer wissenschaftlicher Bedeutung zu finden, was eben die schwankende, ungleichmäßige Beschaffenheit des der Forschung unterzogenen Materials verhinderte, so ist doch die Art und Weise, wie die ganze Arbeit durchgesührt wurde, und die Gründlichkeit, mit der auf alle einschlägigen Fragen, auf alle möglicherweise Einfluß habenden Umstände Rücksicht genommen wurde, für derlei Untersuchungen als mustergiltig zu bezeichnen. Poncelet erstattete über diese Arbeit einen Bericht, in Folge dessen dieselbe in den »Reeueil 6es memoires des savants etrangers« ausgenommen wurde. Die durch die Untersuchung über die Gewebe des menschlichen Körpers erlangten Resultate dürsten für den Physiologen von großem Interesse und bleibendem Werthe sein. Nach diesen rein experimentellen Arbeiten machte Wertheim in seiner »Abhandlung über das Gleichgewicht der homogenen festen Körper« einen wichtigen Schritt zur Entscheidung der Eingangs erwähnten Frage über die Zulässigkeit der Poissonschen Elasticitätstheorie. Durch genaue und gründliche Versuche über die Volumvergrößerung, die ein Körper erleidet, wenn er seiner Länge nach ausgedehnt wird, gelangte er zu Resultaten, die mit den Ergebnissen dieser Theorie durchaus nicht übereinstimmten. Indem man sich so genöthigt sah auf die allgemeinere Borstellungsweise Eauchy's zurückzugehen, konnte Wertheim doch zugleich, gestützt auf eben jene Versuche, in diese Theorie neue Bedingungen einführen, wodurch ihre Anwendung erleichtert ward, ohne ihrer Strenge Eintrag zu thun. In den Endformeln nämlich, zu denen Eauchy gelangte, erscheinen zwei Eonstanten, die bei jedem Körper experimentell bestimmt werden müssen; Wertheim fand nun bei jeden: der von ihn: untersuchten Stoffe dasselbe feste Verhältniß zwischen diesen beiden Eonstanten,