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Kalender und Jahrbuch für Israeliten · 1861-01-01 · Neue Folge, achter Jahrgang 5622 (1861-1862) (1861) · p. Seite 24

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Journal
Kalender und Jahrbuch für Israeliten
Volume
Neue Folge, achter Jahrgang 5622 (1861-1862) (1861)
Date
1861-01-01
Page
Seite 24 (sequence 48)
Language
German
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24 deutsch verlesen wird, daß zur Konfirmation alle Kinder verpflichtet sind, u. A. In Hamburg wurde unser gefeierter Vorkämpfer, Dr. Messer, zum Obergerichtsrath ernannt. Wie ehrenvoll diese Stelle ist, kann man daraus abnehmen, daß der älteste Bürgermeister in Hamburg, Kellinghusen, sein Amt als solcher im Anfang dieses Jahres niederlegte, um als Obergerichtsrath einzutreten. Messer und Wolsssohn haben die Aufhebung der separaten jüdischen (sogenannten mosaischen) Erb- und Eherechte bei der Bürgerschaft beantragt, und dürfte die Genehmigung ohne Schwierigkeit erfolgen. Wir beschließen unfern Bericht über die Zustände unserer Glaubensgenossen in Deutschland mit einer Notiz aus Frankfurt, welche die jüdische Kunst betrifft. Wir haben diesen Gegenstand schon früher angeregt, und können uns nur freuen, wenn wir wieder einmal Anlaß finden, daraus zurückzukommen. Diese Gelegenheit bietet uns Professor Oppenheim aus Frankfurt — als würdiger Repräsentant jüdischer Kunst rühmlich bekannt — leider aber hierin ziemlich isolirt. Er hat im verflossenen Jahre zwei neue Bilder für die Familie Rothschild vollendet. Das eine stellt den greisen Meyer Amsel Rothschild vor, wie er aus der Flur seines bescheidenen Hauses in der Judengaffe in ehrfurchtsvoller Stellung den Chursürsten, dessen Wagen eben angesahren ist, empfängt. Der Kurfürst läßt seine Schätze herbringen und übergibt sie seinem Hofagenten, indem er die Hand aus dessen Schulter legt; Rothschild's Gattin sitzt im Hintergründe des Zimmers mit einem schönen Kinde. Das zweite Bild zeigt uns einen Salon, der auf einen Vorhof geht. Wir sehen den Kurfürsten vor einem mit Blumen geschmückten Tisch fitzen. Die fünf Söhne Rothschilds, alle sehr ähnlich in entsprechender Stellung; der älteste — Anselm — überbringt ein Portefeuille, während der Chur- , futft durch eine Handbewegung anzudeuten scheint, daß er es in seinen Händen belassen wolle. Inzwischen läßt die altgewordene Mutter

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