Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- Neue Folge, siebenter Jahrgang 5621 (1860-1861) (1860)
- Date
- 1860-01-01
- Page
- Seite 174 (sequence 200)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/2609281-2609294--4546-2611894- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
m Behuse die einer alten Handschrift entnommene hebräische Vorrede des Abraham Schalom (auch Verfasser eines hebr. Moral- Werks betitelt: »Newe Schalom«) zn dessen hebräischer Uebersetzung der Quästionen des Marsilius über die Jsagoge des Porphyr dem Schristchen beigefügt. — Goldenthal (Prof, in Wien) veröffentlichte in dein Sitzungsberichte der philosophisch-historischen Classe der k. k. Akademie der Wissenschaften sowie in besonderem Abdruck ein Schristchen -»über einige Benennungen synagogaler Gesänge des Mittelalters, wie über die Namen der Accente im Hebräischen«, worin er n. A. über manche Selichabenennungen eine andere Meinung aufstellt als neuere Schriftsteller, wobei er vielleicht im Rechte ist, aber zu heftige Ausfälle macht. — Die Verhandlungen der Petersburger Akademie der Wissenschaften enthalten u. A. eine Abhandlung von C. Stephanie mit dem aus einer griechischen Inschrift ermittelten Nachweise, daß es im Jahre 42 n. Ch. zu Anapa im südlichen Rußland eine Judengemeinde gab. — M. Güdemann (aus Hannover, Zögling des jüd. theol. Seminars zu Breslau), Verfasser einer lat. Dissertation über den persischen Dichter Sadi und dessen Sfufismus, schrieb »das Leben des jüdischen Weibes«, sittengeschichtliche Skizze aus der mischnisch-talmudischen Epoche (in Kobak's Jeschurnn und besonders abgedruckt), die von fleißiger Benützung der Quellen zeigt, obzwar manche Berichtigung zulassend. — I. Landsberger (jetzt Oberrabbiner in Darmstadt) hat die »syrischen Fabeln des Sophos« mit deutscher Uebersetzung, Anmerkungen und Glossar edirt. Vorher gehet eine Abhandlung des Verfassers, worin nachgewiesen werden soll, daß die Hebräer die ersten und ursprünglichen Fabeldichter waren und alle bei anderen Völkern, die Indier und Griechen nicht ausgenommen, vorkonnnenden Fabeln den hebräischen entnommeir