Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- Neue Folge, sechster Jahrgang 5620 (1859-1860) (1859)
- Date
- 1859-01-01
- Page
- Seite 137 (sequence 175)
- Language
- German
- Belongs to
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gäbe wohlfeiler hebräischer und deutscher Bibeln für Israeliten ist zahlreiche Unterstützung zu wünschen. Bon Schriften jüdischer Autoren auf allgemein wissenschaftlichem Gebiete heben wir unter Andern hervor: Bernay s (Docent am Seminar in Breslau) »Grundzüge der verlornen Abhandlung des Aristoteles über Wirkung der Tragödie,« Lazarus und Steinthal, Zeitschrift für Bölkerpsychologie und Sprachwissenschaft. Des wackern Lehmann (in Glogau, jetzt Ritter des preuß. rothen Adlerordens) »Magazin zur Literatur des Auslandes« darf nicht übergangen werden, sowie außer den zahlreichen belletristischen und publicistischen Leistungen israelitischer Schriftsteller auch im Bereiche der Rechtswissenschaft eine Schrift von Mokomer: »Die Stellung der Vertheidigung im preuß. Rechtsverfahren.« Interessant für Juden und jüdische Literatur sind auch mehr oder minder folgende Werke nichtjüdischer Autoren. Was das Bibelstudium betrifft, so nennen wir die Fortsetzung des Bunsenschen Bibelwerkes, welches bereits die Uebersetzung des ganzen Pentateuchs mit kurzen archäologischen Bemerkungen umfaßt, Kno- Lel's exegetisches Handbuch über das zweite und dritte Buch Moses, Hitzig's und Bachinger's Uebersetzungen der Sprüche Salomons, Grases Segen Moses, ein von Nikcs in Rom erschienenes voluminöses Werk de Estherae libro (das manches Lesenswerthe über den Namen und Stamm Agag enthält), eine Abhandlung von Volkmar über das Buch Judith (wornach dieses apokryphische Buch Ereignisse aus den letzten Zeiten des römischen Kaisers Trajan darstelle), wogegen Lipsius in Hilgenseld's Zeitschrift für wissenschaftliche Theologie auftritt. — Auch ist eine Ausgabe von Hegesipp's hello judaico, besorgt von Weber, nicht außer Acht zu lassen. — Der talmudische Tractat Aboda Sarah fand einen Uebersetzcr in F. E. Ewald (nicht der Göttinger), die jedoch manche grobe Schnitzer hat, und das jüdische Sagenbuch