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Kalender und Jahrbuch für Israeliten · 1859-01-01 · Neue Folge, sechster Jahrgang 5620 (1859-1860) (1859) · p. Seite 12

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Journal
Kalender und Jahrbuch für Israeliten
Volume
Neue Folge, sechster Jahrgang 5620 (1859-1860) (1859)
Date
1859-01-01
Page
Seite 12 (sequence 50)
Language
German
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12 Andacht ließ er sich von einem Sicilianer, Mazliach Zbnul Bazak, der ein Jünger des letzten geistvollen, kenntnißreichen, philosophisch gebildeten Gaon Hai war (st. 1038), erzählen, wie dieser Gaon lebte und lehrte. Es war ganz in seinem Sinne, als er vernahm, daß R. Hai, der officielle Repräsentant des Judenthums im Orient, mit dem Primas der nestorianischmorgenländischen Kirche, dem Katholikos »nd Patriarchen Elia, auf freundschaftlichem Fuße stand und von ihm Auskunft über dunkle Stellen in der heiligen Schrift verlangte. So wünschte Samuel das Judenthum; in sich fest und überzeugungstreu, nach außen aber nicht ausschiießend schroff, sondern entgegenkommend mild. Zu den afrikanischen Autoritäten des Judenthums stand Samuel Jbn-Nagräla in einem engen Verhältnis R. Nissim b. Jacob Jbn-Schahin in Kaiman, der Hauptstadt des Fatimiden- Reiches, war eine talmudische Größe, welche die Zeitbildung in sich ausgenommen hatte. Obwohl Rabbiner einer der größten jüdischen Gemeinden, lebte R. Nissim.in Dürftigkeit, weil die Rabbiner damaliger Zeit es für eine Sünde hielten, sich ihr Amt besolden zu lassen. Er wurde aber von dem jüdischen Minister Granadas so reichlich sinterstützt, daß er keinen Mangel hatte. Ja Samuel nahm keinen Anstand, seinen edlen in alle Wiffenssphären cingeweihten Sohn, der zu seinem Nachfolger im Vesirate bestimmt war, mit der tugendhaften, aber nicht schönen Tochter des armen R. Nissim zu vermälcn (um 1048). Es war natürlich, daß ein Mann von machtgebietender Stellung, der die Zierden des Geistes und Herzens in sich vereinigte, von den jüdischen Dichtern seiner Zeit als ein Ideal gepriesen und besungen wurde. Hätte nicht der Griffel der Geschichtschreiber Samuels Namen verewigt, so würden es die wohlklingenden Verse der zwei größten Dichter der Zeit, Josephs b. Chasda'i und Salomens Jbn-G'ebirol gethan haben. Die schönsten dustendsten Blü-

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