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Kalender und Jahrbuch für Israeliten · 1858-01-01 · Neue Folge, fünfter Jahrgang 5619 (1858-1859) (1858-1859) · p. Seite 148

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Journal
Kalender und Jahrbuch für Israeliten
Volume
Neue Folge, fünfter Jahrgang 5619 (1858-1859) (1858-1859)
Date
1858-01-01
Page
Seite 148 (sequence 192)
Language
German
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148 des Sachsen als Preisaufgabe stellte, trat er als Mitbewerber auf, und im August 1842 wurde seiner Schrift der Preis zuerkannt. Diese gekrönte Preisschrift erschien 1843 umgearbeitet unter dem Titel: »Geschichte des deutschen Reiches unter Lothar dem Sachsen« im Druck, als das erste Werk, welches, von einem Juden ausgegangen, einen Theil der deutschen Reichsgeschichte mit erschöpfender Gründlichkeit behandelte. Zwei Jahre später ließ Jaffs als Fortsetzung die »Geschichte des deutschen Reiches unter Conrad III.« erscheinen. Mit diesen beiden Schriften führte Jaffs selbstständig ein Unternehmen fort, das unter Rankes Mitwirkung früher ins Werk gesetzt worden war. Ranke nämlich hatte schon seit dem Jahre 1835 eine Anzahl junger, aus seiner Schule hervorgegangener Historiker zu einer gründlichen Durchforschung der Geschichte des deutschen Reiches unter dem sächsischen Hause (619—1024) veranlaßt und es waren seit 1837 die »Jahrbücher des deutschen Reiches unter dem sächsischen Hause« erschienen. Die daran fick anschließende Geschichte der fränkischen Kaiser war von Stenzel so erschöpfend und musterhaft zur Darstellung gebracht worden, daß eine neue Revision unnöthig war. Dagegen lag die Geschichte Lothars des Sachsen sehr im Argen und auch die des folgenden Kaisers war einer neuen Bearbeitung bedürftig. Jaffs unternahm es diesem Bedürfnisse abzuhelsen und, wie die Kritik einstimmig geurtheilt hat, mit dem besten Erfolge. Die Aufgabe, die er sich stellte, war: eine genaue, zuverlässige Darstellung des Thatsächlichen, wie es sich aus den glaubwürdigsten Quellen ergibt. »Mir war es,« sagt Jaffs unter Anderm in der Vorrede, »einzig und allein um die Wahrheit zu thun; ich habe mir Mühe gegeben, mich ebensowenig von einer panegyristischen als einer tadelsüchtigen Tendenz beherrschen zu lassen, meine Resultate nicht aus mir, sondern aus den besten Quellen zu schöpfen. Jener falsche Pragmatismus endlich, der,

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