Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- Neue Folge, fünfter Jahrgang 5619 (1858-1859) (1858-1859)
- Date
- 1858-01-01
- Page
- Seite 3 (sequence 47)
- Language
- German
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3 mauert ist. ') Dieser war gesetzt gegen Ende des vierzehnten Jahrhunderts (Jahr 147, nach der kleinen Zahl im 6000. Jahre) und ist der Grabstein eines Rabbincn in Carlau. Auch inHartberg sollen der Tradition nach Juden gelebt haben, und ihre vermeintliche Synagoge, ein plumpes, vermuthlich der carolingischen Zeit.angehöriges Gebäude, besteht noch. 2) Friedrich II. von Hohenstaufen war ein Beschützer der Juden, da sie einen beträchtlichen Theil zuden Staatseinkommen beitrugen, dieselben Gesinnungen hegte Kaiser Rudolph und sein Sohn Albrecht, so daß die Juden in Graz,3) Marburg, 4) Radkersburg, Für- *) Graeciuin inclyti Ducatus Styriae Metropolis, topogra,phice descriptum per R. P. Joannem Macher 1700, Fol. 87. 9) Steiermärkische Zeitschrift, neue Folge, VI. Jahrgang, I. Heft, Seite 49. Mittheilungen der k. k. Central-Commiffion'zur Erforschung und Erhaltung der Baudenkmale, I. Jahrgang, S. 180, II. Jahrgang, S. 24 und 25. Urkundlich ist der Aufenthalt der Juden in Hartberg nicht nachgewiesen. Ob die Urkunde 1478, däo. 25. Jänner von Kaiser Friedrich zu 'Graz ausgestellt, worin er verordnet, daß werdie öden Häuserin Hartberg wieder, aufbauen, zurichten und an sich bringen werde, von »nyemands Cristen noch Juden derselben hewser halben angelangt noch bekumbect werden fülle" (Urkundliches zur. Geschichte Kaiser Friedrichs IV. von I. Chm et, im Archive für Kunde österreichischer Geschichtsquellen, .herausgegeben von der kaiserl. Akademie der Wissenschaften in Wien, III. Band, Seite 147, Nr. 190) auf Befitzrechte , der Juden in Hartberg hinweiset, bleibt in Frage gestellt. ^), Unter Kaiser Maximilian wurde ein inschriftlicher Judenstein in Graz aufgefunden, der auf das Jahr 1287 hinweiset. Schreiner (Ein naturhistorisch'statistisch-topographisches Gemälde, Graz 1843, S. 12) nimmt diesen Fund als den ersten Beweis der Ansiedlung der Juden in Graz. Wir haben mit Mayer einen älteres! Stein angeführt. *) In Marburg war 1440 Sigmund von Roggendorf Richter ’ , 1 * .