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Kalender und Jahrbuch für Israeliten · 1857-01-01 · Neue Folge, vierter Jahrgang 5618 (1857-1858) (1857-1858) · p. Seite 297

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Journal
Kalender und Jahrbuch für Israeliten
Volume
Neue Folge, vierter Jahrgang 5618 (1857-1858) (1857-1858)
Date
1857-01-01
Page
Seite 297 (sequence 338)
Language
German
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297 etwas ganz Anderem her, was nicht verwischt und nicht zerrissen werden kann, was vonLag zuTag altert und doch ewig jung bleibt, nämlich von der Mutter Erde selbst, von der einige freie Schollen ihnen gehören! Ja! Land und Wiese, Acker und Garten, Wald und Boden ist jetzt Manches Eigenthum geworden, und der Boden ist nicht verdorben, der Hof nicht verkommen; die Schwalbe nistet dort, wie in früheren Zeiten, und wenn Gott ein gutes Jahr geben will, so gedeiht der Halm jetzt wie damals, als Waclaw und HonLa aufs Feld hinausfuhren, nicht Anschel oder Rüben. In Böhmen sitzt jetzt Mancher hoch oben auf einem mit Garben belasteten Wagen, und lenkt mit kundiger Hand seine Rosse durch das enge Hosthor ein, der noch vor einigen Jahren hinter verschossenen Westen und Kottonstossen die Kunden anrief! Mancher steht im heißen Sonnenbrände auf dem Felde und schwingt die gewaltige Sense, der vor noch nicyt langer Zeit in Hitze und Kälte um ein Hasenhäutchen feilschte. Mancher zimmert mit Axt und Säge im Hause herum, der ehedem bei dem kleinsten Gebrechen, das irgendwo zur Schau trat, um Zimmermann und Tischler ries. Manches Auge ist scharfblickend und muthig geworden, das nun ohne Erschrecken hoch oben auf dem Kirchthurme den Dachdecker hanthieren steht, was es bekanntlich früher selten vermocht hat. Fürwahr! Wie Opferdust steigt der Segen, der in der eigenen Scholle liegt, zum Himmel empor, und wie Wenige auch verhältnißmäßig unter so viel sehnenden Herzen sich dessen erfreuen, was wunderbar kräftigend in dem Worte: Hof und Acker liegt — die kleine Lerche freut sichdoch darüber. Hebtfiestch dochausmanchem freien Felde himmelan!... Gehen wir wieder aufs Dorf hinaus! Bon der Prager Landstraße ab führt ein Seitenweg hinaus; es ist ein selten befahrener Weg, der sich da zwischen Kornfeldern

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