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Kalender und Jahrbuch für Israeliten · 1857-01-01 · Neue Folge, vierter Jahrgang 5618 (1857-1858) (1857-1858) · p. Seite 152

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Journal
Kalender und Jahrbuch für Israeliten
Volume
Neue Folge, vierter Jahrgang 5618 (1857-1858) (1857-1858)
Date
1857-01-01
Page
Seite 152 (sequence 193)
Language
German
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152 Ansehens Tod und Grab. Ich könnte nach und nach dem durch Armuth getödteten Ansehen des Lehrers die Leichenrede halten, und weiter berichten, wie man mit dem todten Körper verfährt, was man von ihm denkt, und wessen man ihn beschuldigt, ich bemerke jedoch nur, daß unsere Frommen »das Studium der Religion über Alles setzten,« und Stiftungen für diesen Zweck nach logischen Folgerungen alle andern übertreffen, selbst die znrAnschaffung prachtvoller Vorhänge für die heilige Lade und die goldgewirkten großen Namen der edeln Geberin. Man veranstalte eine öffentliche Subscription wenigstens zur Bildung eines Fonds für die Ruhegehalte der Lehrer, und veranlasse vermögende, besonders kinderlose Leute zu Schenkungen und Vermächtnissen für die Schulen. In neuerer Zeit sind bei verschiedenen Veranlassungen hin und wieder Subscriptionen eröffnet worden, welche meist einen günstigen Erfolg gehabt haben, manches Herz und manche Börse wurde für dies oder jenes Gute geöffnet. Da das jüdische Schulwesen in unfern Tagen vielseitiges Interesse und vielseitige Theiluahme gesunden, so ließe sich vielleicht erwarten, daß durch freiwillige Beiträge ein Schulfond hie und da gebildet werden könnte, dessen Zinsen bei zweckmäßiger Verwaltung, wenn auch nicht Zuschüsse zur Besoldung, so doch zu Ruhegehalten für alterschwache oder sonst dienstunfähig gewordene Lehrer, oder zur Unterstützung armer Lehrerwitwen und Lehrerwaisen verwendet werden können. Oder sollten kinderlose und wohlthätige Leute nicht auch zu Schenkungen und Vermächtnissen zu Gunsten der jüdischen Schule zu vermögen sein? Sollten zu diesem Zwecke unsere Rabbiner und unsere Presse nicht gerne diesen Punkt durch Wort und Schrift der

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