Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- Neue Folge, vierter Jahrgang 5618 (1857-1858) (1857-1858)
- Date
- 1857-01-01
- Page
- Seite 149 (sequence 190)
- Language
- German
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149 nagogengesanges geschehen kann, will ich hier gar nicht in Betracht ziehen. *) Freilich wäre dabei auch zu wünschen, daß unsere, von der Muse beglückten Glaubensbrüder, mehr für jüdische Volkslieder sorgten, diese würden solchen Vereinen besonderen Reiz verleihen. Wünschenswerthe Kenntnisse bei Rabbinern. Ich wünschte, daß unsere Rabbiner auch die Me di ein und die Musik in den Kreis ihrer Studien ziehen. Ich weiß wohl, daß die jüdische Wissenschaft weitumfassend und schwierig ist, und daß darum die genannten früher nur schwer und keineswegs von allen Theologen zu bewältigen sind. Talent, Zeit und Neigung stehen der Entsprechung des fraglichen Wunsches im Allgemeinen entgegen , doch lehrt mich ein Blick auf die jüdische Geschichte, daß viele jüdische Rabbiner den vereinten Doctor- und Rabbinerhut mit vieler Auszeichnung trugen, und daß auch in der neuern Zeit mancher tüchtige Arzt tüchtige jüdisch-theologische Kenntnisse besitzt, mithin eine Befähigung für beregte beide Felder nicht zu den Ilnmbglichkciten gehört. Ich wünsche aber diese doppelte Function, um vielen Gemeinden die Möglichkeit zur Anstellung eines Rabbiners zu gewähren, ich wünsche sie, damit sich der Einfluß unserer Rabbiner steigere, damit deren Wichtigkeit von mancher nur auf materielle und zweiselbare Vortheile sehenden Gemeinde um so leichter erkannt, und auch mancher Rabbiner von der schwindelnden Höhe einer sterilen Ideologie auf den Boden practischer, nützlicher Thätigkeit versetzt, und ihm Gelegenheit für vollständigere Ausfüllung seiner Zeit geboten würde. Wir erlauben uns gerade dies als die Hauptsache zu betrachten, und schließen uns namentlich in diesem Betracht dem gedachten freien Wunsche an. A. d. H. m