Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- Neue Folge, dritter Jahrgang 5617 (1856-1857)
- Date
- 1856-01-01
- Page
- Seite 247 (sequence 291)
- Language
- German
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247 r Vorväter sich erquickt. — Die Zahl der Religionslehrbücher für die Jugend finden wir da besonders um zwei vermehrt, die des Lobenswerthen viel enthalten. Breuer hat seinen »Leitfaden beim Religionsunterrichte der israelitischen Jugend« nochmals umgearbeitet und mit einem zweiten Theile ergänzt, der die Pflichtenlehre nach dem mosaischen Gesetze in sich faßt. Die Anordnung des Buches ist klar und lichtvoll; es entspricht den meisten Anforderungen der Theorie und Praris. Durch Verschmelzung beider Abtheilungen (der Glaubens- und Pflichtenlehre) würde indessen das Ganze mehr an Homogenität gewinnen; im Judenthume läßt sich mm einmal die Glaubensvon der Pflichtenlehre nicht gut trennen. Manches was jetzt weggelassen werden mußte, könnte dann noch eine Stelle darin finden. Hat Breuer vornehmlich die Verstandes- und Willenskraft der gereifteren Jugend im Auge, so nimmt L. Stein (in Frankfurt a. M.) in seinem »Torah u-Mitzwa« betitelten Religionsbuche hauptsächlich das kindliche Gemüth in Anspruch; die Religion der Väter wird in ihrer geschichtlichen Entwicklung vorn Ursprung bis auf die neueste Zeit dargestellt, um die zarten Herzen schon dafür zu erwärmen. Manches einzelne Gesuchte und Tendentiöse abgerechnet (meist mit dem vom Verfasser angenommenen Reformprincipe zusammenhängend) ist das Stein'sche Religionslehrbuch sehr zweckmäßig und dessen Methode zu empfehlen. — Noch sind anzuführen: »Süßkind, Leitfaden zum Coufirmanden-Unterricht,« Lewysohn (in Fulda) hebräische »Fibel« und Letter is »leschon hasahab oder Elementarunterricht zum öffentlichen und Privatunterricht«. E. Bo ndis illustrirtes Lehr- und Lesebuch für die israelitische Jugend (Verlag von Pascheles) erhielt die siebente Auflage und von Mortara in Mantua erschien ein ausführlicheres Lehrbuch der israelitischen Religion in italienischer Sprache. — Emanuel Hecht bearbeitete Israels Geschichte von der Zeit des Bibelabschlusses bis zur Gegenwart nach den vorhandenen Geschichtswerken für die Jugend in auerkenneuder Weise.