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Kalender und Jahrbuch für Israeliten · 1856-01-01 · Neue Folge, dritter Jahrgang 5617 (1856-1857) · p. Seite 168

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Journal
Kalender und Jahrbuch für Israeliten
Volume
Neue Folge, dritter Jahrgang 5617 (1856-1857)
Date
1856-01-01
Page
Seite 168 (sequence 212)
Language
German
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168 goldener Eier verehrt. Der König aber ließ'die Geschenkgeber in Verwahrung nehmen. Die Ueberbringer, erschrocken über solche gnädige Aufnahme, wußten nicht, woran sie waren und erkundigten sich deshalb beim König, der aber erwiederte: »Hühner, die solch kostbare Eier legen, müßte man nicht sobald fliegen lassen, sondern sie sorgfältig einschließen und wohl halten.« Indessen war dies nur ein Scherz, sie wurden bald im Frieden und gnädig entlassen. (SieheMayer Achen'scheGeschichte S. 376, §. 6 und Auth, Anonym, in seinen Staats- und Kaisergesprächen Tom, 3, S. 569.) 11. Beschreibung eines jüdischen Hauses am Sabbath zur Zeit des Mittelalters. Anselmus de Parengar, ein Chronist, schildert uns die Wohnung eines jüdischen Vorstehers zu Regensburg im 15. Jahrhunderte mit folgenden Worten: Des Hochmeisters Schmuel Balaffer Haus, von außen ein schwarzgrauer, moosiger, in Untermischung mir kleinen und großen dicht verstabten Fenstern versehener anwidernder Steinhaufe, kaum wohnlich scheinend) hatte einen mehr denn 80 Fuß sangen, am Sabbathe nur sparsam erleuchteten Gang, der zu einer dunklen, halb verfallenen Wendeltreppe führte, von da man, rabenschwarzer Nacht wegen, an den nassen, schmutzigen, stinkenden Wänden bis zum Hintergebäude forttappen mußte. Eine wohlverwahrte Pforte that sich auf und man trat in ein mit Blumen freundlich geschmücktes, an Glanz, Werth und Herrlichkeit reiches Gemach. Dieses an den Wänden mit fein polirtem Holze getäfelt und geziert, mit bunten wellenförmig verschlungenen Vorhängen und künstlichem Schnitzwerk, war des Hochmeisters Haustempel, worin das Sabbathfest begangen wurde unter, dem Wechsel religiöser Handlungen mit lieblichen Genüssen. Ein werthvoller, bunt-bilderreicherTeppich de-

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