Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- Neue Folge, dritter Jahrgang 5617 (1856-1857)
- Date
- 1856-01-01
- Page
- Seite 40 (sequence 84)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/2609281-2609286--2943-2610287- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
AutMksitz, ßcftcrßau und Handwerk. (Was für andere Bürger, Unterthanen, Bewohner eines geordneten Staates längst überwundene Standpunkte sind, wie die gebräuchliche Phrase lautet, ist für den Israeliten noch immer ein bestrittenes Ziel, ein gehemmter Pfad Aus den mannigfaltigsten Gründen erhält sich noch das Ausnahmsgesetz des Mittelalters, bald in dieser bald in jener Richtung, trotzdem seine Anwendung zu den Unmöglichkeiten des modernen staatlichen Lebens gehört, verworfen von der Wissenschaft, von der Humanität, wie vom Utilitätssystem. Die Juden befinden sich gar oft noch auf dem primitiven Standpunct, ihre Criste uz und was sich daran knüpft, beweisen zu müssen, statt es als Thatsache anerkannt zu sehen. Man wird es daher nicht für überflüssig halten, daß von israelitischen Autoritäten ihre Besitzfähigkeit von Grund und Boden, ihre Neigung zum Landbau und ihre Fähigkeit zur Handwerksarbeit nach verschiedenen Gesichtspuncteu dargethan wird. Von drei Federn wurde beinahe dasselbe Thema zur Erörterung gewählt , und wir lassen die Einsendungen nach einander folgen. Wir haben es nicht angeregt, sondern der Zufall, oder vielmehr die materielle Strömung der Gegenwart mag denselben Jdeengang hervorgerufen haben; es gibt aber ein sich ergänzendes Gesammtbild, und zwar ein zeitgemäßes.) (Die Red.) Ueber das Ansehen, in welchem die Ausübung eines Handwerkes bei den Israeliten zur Zeit der Mischnah- und Talmud-Lehrer gestanden ist. Von Kalowon Nappaport, erstem Oberrabbiner in Prag. In der Hoffnung einer baldigen Befreiung der Gewerbe von dem Zwange, in dem sie sich bisher befunden haben, welche auch für die Israeliten der österreichischen Monarchie ersprießlich sein dürste, glaube ich, daß es an