Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- Neue Folge, zweiter Jahrgang = Jahr 5616 (1855-1856) (1855)
- Date
- 1855-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 319)
- Language
- German
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Bemerkungen zu Fraukl's »Inschriften des alten jüdischen Friedhofs in Wien« *). Von S. Rappaport, Oberrabbiner in Prag. --Manche Berichtigungen der eigenen, als der Familiennamen und der Sterbejahre lasse ich hier weg und begnüge mich blos mit einigen wenigen, aber mehr wesentlichen Notizen. Vorrede (pag. XI). Der Familienname Kara erscheint das erste Mal im eilften Jahrhundert, wo ihn der berühmte Exegete Joseph Kara führte. Der Erste, der den Namen Kara führte, war R. Simon, Verfasser des berühmten Midrasoll Jalkut, welcher sehr wahrscheinlich der Vater des gedachten R. Joseph war (siehe Kerem Cliemed B. 7 S. 9, 12). — Moses Meor Koton, d. i. das kleine Licht, Arzt und Rabbiner, scheint dem Namen nach ein Proven^ale, wo mehrere Schriftsteller diesen Namen führten, zu sein (Nr. 134 (135]). Von Schriftstellern, die diesen Namen führen, ist zwar schwer zu finden; bekannt ist blos das Buch Hamaor von dem Proventzalen R. Serachjah, welches aus zwei Theilen besteht, nämlich Hamaor hagadol und Hamaor hakaton; jedoch ist eine Wahrscheinlichkeit dafür vorhanden, daß diese Familie M'eor Kofcon aus der Provence herstammt, und zwar aus der Stadt *) Herr Dr. L. A. Frankl hat sich durd) Anregung und Herausgabe seiner eben erschienenen »Inschriften des alten jüdischen Friedhofes in Wien« nicht nur um die Alterthumskunde Oesterreichs, sondern zunächst um die der Juden ein schönes Verdienst erworben. Bereits hat »die k. k. Centralcommission zur Erhaltung alter Denkmale in Oesterreich« durch ihren Präsidenten, Freiherrn von Ezörnig, ein eigenes Dankschreiben an Herrn Frankl gerichtet, und sind ihm von fast allen Celebritäten jüdischer Wissenschaft aus Deutschland, Italien, Frankreich anerkennende Schreiben zugekommen. Der geniale Schöpfer jüdischer Alterthumswissenschaft, Herr Rappaport, überläßt es uns ausdrücklich, sein die »Inschriften« von Frankl theils ergänzendes, theils berichtigendes Schreiben mittheilen zu können Der Herausgeber.