Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- Neue Folge, zweiter Jahrgang = Jahr 5616 (1855-1856) (1855)
- Date
- 1855-01-01
- Page
- Seite 229 (sequence 232)
- Language
- German
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229 vigo. Unter den israelitischen Mädchenschulen ist besonders jene zu Padua hervorzuheben, sie wird vortrefflich geleitet und mehrere der angesehensten Frauen aus der Gemeinde haben sich der unmittelbaren Obhut unterzogen. Sie zählt 40 Schülerinnen, jene zu Verona 42. Auch sind in Mantua einige Vereine, welche sich die Aufgabe stellten, den religiösen Geist unter der männlichen Jugend zu wecken und sie an Sabbaten zum Besuch der Gotteshäuser anzuhalten. In Padua sind die jungen Israeliten, welche die dortige Aniversität frequentiren, verhalten, den Samstagspredigten, welche von den Profefforen am rabbinischen Seminar abgehalten werden, beizuwohnen. Die Jndustrieanstalt in Mantua ist mit einem ausreichenden Fonde dotirt, wozu noch Privatbeiträge und 1400 L. einer jährlichen vom Cultusvorstand bewilligten Subvention kommen. Sie zählt 20 Zöglinge, wovon 12 gänzlich verpflegt werden, und die unter Anleitung christlicher Meister zu verschiedenen Professionen gebildet werden. 47 ausübende Professionisten sind aus dieser Anstalt bereits hervorgegangen. In Verona besteht eine israelitische Gemeindeschule, die auf städtische Kosten erhalten wird. Sie zählt 40 Kinder im Alter von sechs bis neun Jahren, die unter der Leitung eines israelitischen Lehrers in den beiden ersten Elementarclassen unterrichtet werden, ohne daß darum der israelitischen Jugend der Besuch der christlichen Elementarschulen verwehrt wäre. In Verona ist die Schuljugend beiderlei Geschlechts verpflichtet, auch dem für die Sabbate eingeführten Religionsunterrichte beizuwohnen, und die Knaben, die das dreizehnte Jahr erreicht haben, müssen dann ihr Glaubensbekenntniß öffentlich ablegen. Den Impuls zu diesen Einrichtungen gab der Advocat Cavaliere Guise Comolo, welcher sich sowohl um sein Vaterland als um seine Religionsgenoffen vorzügliche Verdienste erworben hat. Weiterhin hat der Rabbinatsstellvertreter Isaak Pardo (Sohn des Rabbiners D. S. Pardo) mit großcm Eifer cvJ