Mannheim
Compact Memory

Kalender und Jahrbuch für Israeliten · 1855-01-01 · Neue Folge, zweiter Jahrgang = Jahr 5616 (1855-1856) (1855) · p. Seite 52

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Kalender und Jahrbuch für Israeliten
Volume
Neue Folge, zweiter Jahrgang = Jahr 5616 (1855-1856) (1855)
Date
1855-01-01
Page
Seite 52 (sequence 55)
Language
German
Belongs to
journal volume
OCR quality
96% known words query
IRI
…/2609281-2609284--2565-2609908
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

52 lich nicht genossen *). Das Hausgesinde und Leute, die schwere Arbeiten verrichteten, verzehrten ein aus kalten Früchten und aus Milch bestehendes Mahl (Spr.S.31,15). An Wochentagen hielt man in der Regel nur zwei Mahlzeiten; zu Mittag und zu Abend, und nur am Sabbathe und an dem Laub- und Peffachfeste (3. Sukka 2, 6; Sabb. 16,2) Zechgelage und Gastgebote, die gewöhnlich bei Entwöhnung eines Kindes (1. M. 21, 8; auch die Spanier zeichnen diesen Tag auf diese Weise aus); bei Hochzeiten (1. M. 29, 22,27,28; B. der Nicht. 14, 10); bei Geburtstagen (1. M. 40, 20. Hiob 1, 14); beim Abschiede guter Freunde und Verwandten (1. M. 29, 27); bei Bündnissen (1. M. 26, 26—30; 31, 54); bei der feierlichen Einsetzung eines Königs (Hos. 7, 5); bei der Ernte (Ruth 3, 7. Psalm. 4, 8. Jos. 9, 3); bei der Schafschur (1. S. 25, 36; 2. S. 13, 23); zur Zeit der Weinlese (Buch d. Nicht. 19, 27. Jes. 25, 6); und am Hofe auch am Neumonde gehalten wurde (1. S. 20, 5, 6); solche Gastgebote waren am Abend, weshalb die Säle mit vielen Lampen erhellt wurden. Die Gäste wurden durch die Diener des Gastgebers eingeladen und abgeholt. Bevor man sich zu Tische setzte, wusch man sich, was die Araber auch noch heute thun, die sich sogar zuvor die Nägel kurz schneiden, damit sich nicht der geringste Schmutz darunter festsetzen könne. Nach Beendigung der Mahlzeit wusch man sich gleichfalls die Hände. Die Evangelisten erwähnen den Gebrauch des Händewaschens ebenfalls, wie wir ihn auch bei andern alten Völkern finden (Odysseus 1, 136. 4, 216). Ueber die Sitte vor und nach Tische zu beten, lesen wir schon bei Sam. I., in dem Evangelium und bei Josephus, wo es heißt: die *) In späterer Zeit hielten die Juden ein Frühstück für die Gesundheit zuträglich. 63 Krankheiten, behaupten die Rabbiner, sei die Galle unterworfen, die durch einen Bissen Brod und einen Schluck Wein verhütet werden können. Sechzig Läufer laufen herum, können aber den nicht einholen, der ein gutes Frühstück einnimmt.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.