Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- Neue Folge, erster Jahrgang = Jahr 5615 (1854-1855) (1854)
- Date
- 1854-01-01
- Page
- Seite 265 (sequence 371)
- Language
- German
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265 Eigentliche israelitische Schulen, wo die Kinder imWissen und Glauben zugleich erzogen werden können, besitzt die dortige spanisch-jüdische Gemeinde keine, und zwar nicht etwa, daft sie nicht den Nutzen einer so heilsamen Anstalt eingesehen Gehalt ist daher auch ein sehr geringer, daher für die Dorfcommune nichts weniger als onerös. In jedem Torfe gibt's also ein Schulhaus (6asa äs Leols), mit einen oder zwei Sälen, wo in den Wänden Halbkreise für die Monitors angebracht sind. Denn in diesen Schulen ist die Methode des gegenseitigen Unterrichts mit Monitore eingeführt. Während des Sommer-Semesters gehen alle Dorsschullehrer des Kreises in die Kreishauptstadt, um da bis zum Spätherbste die Kreisschule zu besuchen, damir sie das früher Erlernte wiederholen, hauptsächlich aber damit sie während ihrer Unthätigkeit über den Sommer im Dorfe nicht geistig verwahrloset werden. In der Kreis-Normalschule werden alle jene Gegenstände vorgetragen, die gewöhnlich in den Bolksklassen der deutschen Normalschule (z. B. in Oesterreich) unterrichtet werden, und ist hier der Unterricht in der walachischen Sprache. Dieses ist der mittlere Unterricht. Der Unterricht geschieht im Gymnasium zu Kraiova und im Obergymnasium (Lyceum) in Bukarest. Neben dem Unterricht in der lateinischen, französischen, deutschen und altgriechischen Sprache wird hier gelehrt: Religion, Mathematik. Geographie, Geschichte, Zeichnen rc. In den beiden Lyceal- Klassen (7. und 8.) wird auch Logik und Psychologie. Physik, Chemie und Naturgeschichte vorgetragen. Nach Beendigung des Ober-Gymnasiums können die jungen Leute das jüdische Fach wählen und setzen ihre Nechtsstudien in einer eigenen dortigen juridischen Facultät fort. Mehrere in Paris graduirte voewres 3uri8 fungiren dort als Professoren. Eine Specialschule für Ingenieure nimmt nach Beendigung des Gymnasial-Unterrichtes diejenigen jungen Leute auf, die sich dem Ingenieur- und Architectursache, Fächer, die in diesem Lande noch so ziemlich lucrativ sind, widmen. Eine eigene Forstschule zum Studium