Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- Neue Folge, erster Jahrgang = Jahr 5615 (1854-1855) (1854)
- Date
- 1854-01-01
- Page
- Seite 235 (sequence 341)
- Language
- German
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235 ten und oft von arabischen Gelehrten eitirten Schriften, und durch die Menge seiner Schüler, denen er der liebevollste, eifrigste und verständlichste Lehrer war. gleich berühmt. Den Meister überflügelte aber sein bester Zögling, der oben genannte Jsak ben Soleiman. Dieser, dem der Name Abu Jakub beigelegt wurde, und der noch besser unter der Benennung Jsraili bekannt war, kam in Egypten zur Welt gegen das Jahr 832 der gewöhnlichen Aera. Nachdem er bereits als Oculist gekannt war, ließ er sich nun ebenfalls in Kairowan nieder, um der anhänglichste Schüler Jsak ben Amrams zu werden. Sein Genie und seine Kenntnisse erhoben ihn bald zum Range eines Leibarztes des Imams Abu Mohammed, Abdallah Mahdi, eines afrikanischen Häuptlings. So wie der unsterbliche Ruf, den sich dieser Glaubensgenosse durch seine gelehrten Werke erwarb, seine Mitbrüder erfreuen muß, so erhebt es uns nicht minder, sehen wir auch ihn, so wie viele seiner tüchtigsten Borgänger, seiner Uneigennützigkeit halber, so wie wegen des Adels seiner Empfindungen, mitLobsprüchen bedeckt. Er starb im Jahre 320 der Hegira, mehr als 100 Jahre alt, ohne Kinder zu hinterlassen, da er nie verehelicht gewesen war. Als ihn Jemand fragte, ob es ihm denn nicht angenehm wäre, Kinder zu hinterlassen, die seinen Namen fortsetzen sollten, so antwortete er: Keineswegs, denn ich hinterlasse Besseres, meine Tractate über Fieber; nach Anderen soll er folgende Antwort gegeben haben : Ich hinterlasse der Welt 4 Werke, die meinen Namen besser verewigen werden, als es Kinder thun könnten; meinen Tractat über Fieber, über Nahrungs- und Heilmittel, über den Urin und die Elemente. Es folgt hier das vollständige Verzeichniß seiner in arabischer Sprache geschriebenen und in's Hebräische und Lateinische übersetzten Werke.