Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- Neue Folge, erster Jahrgang = Jahr 5615 (1854-1855) (1854)
- Date
- 1854-01-01
- Page
- Seite 48 (sequence 160)
- Language
- German
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48 1. Die große Stadtsynagoge, oder „Altneuschule." Dieselbe war ursprünglich Eigenthum der Karäer, welche später aus Lemberg verdrängt wurden. Der Umbau desselben wurde 1799—1801 vollzogen. 2. Die kleinere Stadtsynagoge, das älteste jüdische Gotteshaus Lembergs, im Jahre 1582 erbaut. 3. Die große Vorstadtsynagoge, erbaut im Jahre 1632. 4. Die Syxtusker Synagoge, erbaut 1770. 5. Die deutsche Synagoge oder der Tempel, eingeweiht durch den Rabbiner Abr. Kohn am 18. September 1846. Um die Erbauung des herrlichen Tempels hat sich der wackere Zipper bedeutende Verdienste erworben. Der edle Gras Ad am Zamoi ski hat das Bauholz zum Tempel aus seinen Waldungen unentgeltlich verabfolgen lassen, und von der Gemeinde einen Sitz im Tempel erhalten. Die Lemberger Gemeinde entbehrt seit vielen Jahren einen Rabbiner, dem Tempel ist es noch nicht gelungen, seine seit dem Jahre 1850 verwaiste Kanzel zu besetzen. „Möge es dem Ewigen, dem Gotte der Geister alles Fleisches gefallen, der Gemeinde einen Mann zu bestellen, der vor ihr aus- und eingehe, sie aus- und einführe, daß die Gottesgemeinde nicht einer Heerde gleiche, die keinen Führer hat!" (4. Mos. 27, S. 17.)