Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- Neue Folge, erster Jahrgang = Jahr 5615 (1854-1855) (1854)
- Date
- 1854-01-01
- Page
- Seite 47 (sequence 159)
- Language
- German
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47 VI. Das Spital. Der Ursprung -es Spitals datirt vom Jahre 1770. Es hatte aber dasselbe zu jener Zeit noch keinen Fond, und bestand bloß aus zwei Krankenzimmern. Als den eigentlichen Gründer des Spitals verehrt die Gemeinde Jsak Maring er, unter dessen Verwaltung der Aufbau eines eigenen Gebäudes und die Dotirung des Institutes begonnen wurde. Am 17. Oktober 1842 Ließ der Vorstand an der Frontseite des Spitalgebäudes zu Ehren dieses Wohlthäters eine Denktafel einmauern. Gegenwärtig besteht diese Heilanstalt aus 14 Krankenzimmern, zwei Küchen, einem Aufnahmszimmer, drei Badezimmern, einer Kanzlei, mehreren Dienstbotenzimmern und Niederlagen, und ist zur Aufnahme von 140 Kranken vollkommen eingerichtet. Mit musterhafter Pünktlichkeit und edler Selbstverleugnung wirken an dieser Anstalt: Dr. Barach-Rapaport, Spitalsdirektor; Dr. Epstein, Spital-Physikus; Dr. Moritz Rapaport, Primararzt; Dr. Natkes, Sekundararzt. Die beiden Rapaport und Natkes sind auch als Schriftsteller rühmlich bekannt. I. Kolischer Primarwundarzt; H. Gottlieb, Hausarzt; Lateiner, Zahnarzt; Zinna Hahn, Hebamme. Der ökonomischen Verwaltung stehen mit treuer Gewissenhaftigkeit vor: Osias Zolles, CH. I. Birnbaum, Löb Melles. Krankenbestand im Jahre 1852 2244 Kranke. Seit dem Jahre 1808 hat das Spital auch eine eigene Synagoge. VII. Die Spnagogen. Die Lemberger Gemeinde hat fünf Hauptsynagogen, sechs kleinere Bethäuser und zwei Bete-Midrasch. Die Hauptsynagogen sind: