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Ost und West · 1921-11-01 · Heft 11-12 (November-Dezember 1921) · p. None

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ost und West
Volume
21 (1921)
Issue
Heft 11-12 (November-Dezember 1921)
Article
Die hasmonäische Erhebung in geschichtskritischer Beleuchtung
Date
1921-11-01
Page
None (sequence 1)
Language
German
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IRI
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ÖSP^feeSTT ILLUSTRIERTE MONATSSCHRIFT^^f FÜR DAS GESAMTE JUDENTUM. FÜR DAS GESAMTE JUDENTUM. Herausgegeben und redigiert LEO WINZ. Alle Rechte vorbehalten. Heft 11/12 November —Dezember 1921 XXI. Jahrg. DIE H ASMONÄISC HE ERHEBUNG IN GESCHICHTSKRITISCHER BELEUCHTUNG Von, Simon Bernfeld. i. Die kurze Einleitung, welche im i. Makkabäerbuch der geschichtlichen Darstellung von den Ereignissen unter Antiochus Epiphan.es vorangeschickt wird, beginnt mit dem SiegeszUg Alexanders des Großen in Vorderasien Und dem Zusammenbruch des persischen Weltreiches. Mir erscheint diese Einleitung, die eigentlich in gar keiner Verbindung mit dem später Erzählten steht, als aus einem anderen Geschichtswerk genommen, erheblich gekürzt und dadurch im Zusammenhang auseinandergerissen. Betrachtet man die Dinge genauer, so erkennt man, daß mit der Zerstörung des persischen Weltreiches in der Geschichte des jüdischen Volkes eine neue, ungemein wichtige Epoche beginnt, in der auch die Entwicklung des Judentums-auf eine neue Bahn gelenkt wurde. Unter der Perserherrschaft, die etwa zwei Jahrhunderte währte, waren drei jüdische Zentren von eigentümlichem Gepräge entstanden: das eine in Palästina, das zweite in Mesopotamien und Syrien — im biblischen Schrifttum noch1 bis in die makkabäische Zeit hinein als „Asstir" bezeichnet — und das dritte in Aegypten. Eine völlige Zersplitterung des jüdischen Volkes könnte aber dadurch verhindert werden, daß alle Juden in dieser weiten Diaspora (aramäisch sprachen und in einet politischen Zusammengehörigkeit zueinander, standen. Wissen wir: doch ans neu aufgefundenen Urkunden, daß selbst Aegypten, das während der Perserherrschaft seinen eigenen Unterstatthalter hatte, administrativ und militärisch mit Palästina und Syrien als die Provinz jenseits des Euphrats vereinigt war. Für die Juden hatte dies gewisse Vorteile, indem von der persischen Hauptstadt aus alle jüdischen Angelegenheiten geregelt und erledigt wurden. Obwohl Jerusalem als das Kulturzentrum der ganzen Judenheit galt, gingen doch von Susa, wo einflußreiche jüdische Persönlichkeiten am persischen Hof wirkten, Direktiven in wichtigen religiösen Fragen aus. Man kann sagen, daß die Vorherrschaft Jerusalems in der Judenheit im Grunde genommen nur eine Fiktion war. und nicht nur von Zion, sondern auch von Susa ging oft die Lehre aus, wozu noch der Umstand kam, daß die von Susa ausgegangene Lehre durch die Autorität der persischen Regierung gestützt wurde. Wenigstens haben wir dafür urkundlich belegte Ueberlieferungen aus dem Zeitalter Esras und Nehemias und der darauf folgenden Epoche. In der Judenheit scheinen diese Zustände mit hoher Befriedigung gesehen worden zu sein. Ein Prophet laus jener Zeit, der etwa um die Wende des fünften und vierten vorchristlichen Jahrhunderts gelebt hat, gibt von diesen Verhältnissen folgende Schilderung: „An jenem Tage wird ein Weg sein von Aegypten nach Asstir, Von Aegypten wird man kommen nach Assur Und von Assur nach Aegypten — Aegypten wird Assur Untertan sein. An jenem Tage wird Israel zu dritt

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