Ost und West
- Journal
- Ost und West
- Volume
- 21 (1921)
- Issue
- Heft 7-8 (Juli-August 1921)
- Article
- Maser
- Date
- 1921-07-01
- Page
- Seite 217 - 218 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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21? Maser 218 sollte, die heute noch dieses rein menschliche Gesetz erfüllen. Aber als Simon Levi anfing, darüber Betracht tunger* anzustellen, schien es ihm ein großer Unterschied zu sein, ob ein Mann sein regelmä* ßiges Einkommen hatte und davon jährlich den zehnten Teil abgab, oder ob er plötzlich ein großes Betriebskapital bekam. Sollte er laut dem Buch* staben des Gesetzes ein Zehntel des ganzen Kapi* tals, also 20000 Taler geben, oder jährlich den zehnten Teil der Zinsen vom Kapital? Anscheinend würde das Resultat in beiden Fällen das gleiche bleiben; aber die Rechnung war die: Wenn ich auf einmal gebe 20 000 Taler, dann muß ich künftig jedes Jahr geben außerdem den zehnten Teil der Zinsen von den übrigen 180 000 Talern, dagegen, wenn ich behalte die 20 000 Taler, dann kann ich geben jährlich die Zinsen von ihnen, und das reicht dann für das Ganze. „Zwanzig* tausend Taler auf einem Brett!" fügte Simon bei sich selbst hinzu. „Welcher rechtschaffene Kopen* hagener würde mit einem Male geben 20000 Taler, weil er ein bißchen Erbschaft bekommt aus Süd* amerika? — Wer würde der nächste dazu sein? Mein Bruder! Hat er das nötig? Hat er nicht Brot im Haus? Wenn er bekäme zwanzigtausend Taler, würde er sooo, hoch ..springen und Kikeriki krähen wie ein Hahn und mich auf - den .Kopf treten und der erste sein in der Familie, und dann würde er spekulieren, mit meinem Gelde und sich ruinieren, der Windbeutel." Aber damit war die Sache keineswegs ab* getan. Angenommen, daß seine Angabe dem Herr* gott gegenüber als offiziell gelten, daß er sich zu Recht als verantwortlicher und steuerpflichtiger Eigentümer von 20000 Talern betrachten und den Rest ganz für sich behalten konnte, so hätte er doch das Geld so placiert, daß er von einigen Leuten 5 oder 6 Prozent, ausnahmsweise 7 Prozent, von anderen aber nur 4 Prozent bekäme. Welchen Zinsfuß sollte er dem Herrgott anrechnen? Den offiziellen Zinsfuß von 4 Prozent? Schließlich wurde die Sache vollends durch einen letzten Umstand verwickelt. Levi hatte bei jenem Fest 500 Taler den Armen gegeben. Vorher hatte er seinem Brüder Mortche oder Martin 1000 Taler gegeben und geglaubt, eine gottgefällige Tat damit getan zu haben. Der Bruder war zu ihm gekommen, und mit der Leichtigkeit, Vertraulich* keit und Herablassung, denen Simon nicht wider stehen konnte, hatte er ihn zum Reden und Eingestehen gebracht, daß die Erbschaft ein ganz ^^m^mß0' Omiessd Canveeas - BB^^l Qjool attt.-&es. Dresden. "^fl Wanwsä ^Whvtcfätpiere CcrrdessjCL-DZetteLGL:S. öiultgart - 97Urncrsja CLrS. Qrjzsden ^^mm0mm^' Creme „Mouson ff \iw Mcx^p/le^m^e x^i^ez^ Wz2?AuLjnL^^ * ^DpÄSOiiu 'zx^aJshi i?x6St^py/l^kzgn^^^ h^o^aßiGri.qL.. ^chtieM. .cfiaJi ^ridL wezah^l y.MM&>^ '«t£&4 r2^sdoseri' * xahuV^ J{ ' Isfori&'C?: :#7*&T%k£ux»£k