Ost und West
- Journal
- Ost und West
- Volume
- 20 (1920)
- Issue
- Heft 3-4 (März-April 1920)
- Article
- Die Judenheit in Amerika
- Date
- 1920-01-01
- Page
- Seite 110 (sequence 4)
- Language
- German
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110 Die Judenheit in Amerika. 111 "bensbedingungen der amerikajiischen Juden zu fördern". — Zum „Staatsdirektor der Americanijzation" ist übrigens im Juni 1918 der Rabbiner Emanuel Jack, Stock ton (Kalifornien) ernannt worden, ohne daß wir erfahren, worin seine Amtstätigkeit besteht. Isaak ' Spek'toresky wurde am 11. Dezember 1918 zum „besonderen Mitarbeiter und Rassenberater (,r,acial advisor') für Amerikaner jüdischen Urprungsf' bei der Abteilung für Amerikanisation beim Erziehungsbureau im Departement des Innern ernannt, ohne daß wir ahnen, was eigentlich' dieser langatmige Titel besagen will. Soviel sehen wir, daß an der Amerikanisation der Fremden freilich nicht etwa nach preußischer, aber nach, desto wirksamerer Methode gearbeitet wird. Die Verschmelzung der 50 europäischen Nationalitäten auf amerikanischem Boden in eine einzige Nation ist das höhere Ziel, dem die ganze Oeffentlichkeit und namentlich die Schule dient. — Mit dem Schicksal der Einwanderer befassen sich ferner der National J e w i s h Immigration Council in New York, gegründet 1911, an dessen Spitze «der Botschafter bei der Pforte, Abram J. E 1 k u s , steht und dessen Aufgabe es ist, „alle Tätigkeit zugunsten der jüdischen Einwanderer an den Häfen der Vereinigten Staaten 'zu überwachen", in dem 10 kleinere Gesellschaften vereinigt sind, dann die National Union o f J e w i s h S heltering Societies, ebenfalls 1911 entstanden, die sich zum Ziele stellt, ,,würdige Reisende zu unterstützen, dem gewerbsmäßigen Wanderbettel ein Ende zu setzen und Männern, die ihre Frauen verlassen, die Möglichkeit zu nehmen, die Institution der Hachnassath Orchim zu mißbrauchen, um sich den Familienpflichten zu entziehen". Dieser Vereinigung mit dem Sitz in New York gehören 36 Gemeinden an. — Hauptsächlich den Einwanderern "dient die große, 1900 gegründete Jewish Agricultural and Industrial Aid Society, die zum Teil mit der ICA zusammenarbeitet und deren Aufgabe es ist, die Landwirtschaft unter den jüdischen Einwanderern zu fördern. Sie gibt in*. jüdisch er Sprache eine Monatsschrift „D er jüdische F a r m e r" heraus, unterhält ein Informationsbureau, welches den Einwanderern behilflich ist, passende Farmen zu finden und sich dem landwirtschaftlichen Beruf zu widmen, gewährt -Darlehen unter günstigen Bedingungen, bringt jüdische Lehrlinge bei Farmern unter, unterhält Wanderlehrer für die Landwirte, leitet landwirtschaftliche Untersuchungen, organisiert Vereinigungen jüdischer Farmer zwecks Förderung ihrer geistigen, religiösen, imateri eilen, sozialen und erzieherischen Interessen. Sie hat bisher an 3911 Farmer 4849 Darlehen in der Summe von 2 762 482 Dollars gewährt, hat 19 Kredit Vereinigungen gegründet, die die erste landwirtschaftliche Bank auf kooperativer Basis in Amerika bilden, hat eine jüdische Farmervereinigung von 1500 Mitgliedern, ferner eine. Feuerversicherungsanstalt ins Leben gerufen, Stipendien an Studierende der Landwirtschaft erteilt, viele kooperative Unternehmungen der Farmer gefördert. Der Vorsitzende ist Cyrus L. Sulzberge r. (Schluß folgt.) r/>y^y^^^ '/■'/s'sr* - - ' ' 'V v * ' ' '':'.'""'/'**'*.; „ /Zc J _ - - - - m mm _ _ ' _._ ^__ s * s - <S V^. *ty. '/'*, 4* ' '///'fs'' Zahnstein und Zahnbelag sind Schädlinge für die Zähne, die unbedingt durch regelmäßige Zahnpflege mittels „Kaliklora" beseitigt und ferngehalten werden müssen, und zwar geschieht das durch bestimmte Salze, die im „Kaliklora44 enthalten sind, und die durch ihre^auf* lösende Wirkung das Zahnbein vom Zahnstein und Zahnbelag befreien und den natür* liehen Schmelz des Zahnes wieder zur vollen Geltung bringen. Diese Eigenschaft ,des „Kaliklora" ist neben der Desinfektion der Mundhöhle und des Rachens eine außer* ordentlich wichtige. Der ständige Gebrauch wird zur angenehmen Gewohnheit durch das köstliche Aroma. w *» \ Queisser & Co., G. m. b. H.,