Ost und West
- Journal
- Ost und West
- Volume
- 20 (1920)
- Issue
- Heft 1-2 (Januar-Februar 1920)
- Article
- Aus den Wundergärten der Aggada
- Date
- 1920-01-01
- Page
- Seite 55 - 56 (sequence 2)
- Language
- German
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55 Aus den Wundergärten der Aggada. 56 dir wohnt, hast du keine Gewalt (wie get sdhrieben steht: „Kein Hjeoisdh kann den Geist beherrschen, um ihn einzukerkern, Und keine Herrsehgewalt nützt am *Tage des Todes"), wie willst du also Gott werden? Begnüge dich damit, Mensch zu sein. * Ein Philosoph fragte Itabban Gamliel: In eurer Thora steht gesohriehen: „Dienn der Elwige, dein Gott, ist verzehrendes Feuer, er ist ein eifersüchtiger Gott/' Warum eifert er g*egen die Anbeter der Götzen, er sollte doch lieber gegen die Götzen selber eifern und an ihnen seinen Zorn auslassen? Rabban Gamliel antwortete: Ich will dir ein Gleichnis erzählen. Es war einmal ein König, der hatte einen 'Sohn. Djar Sobap. züchtete sich einen Hund groß und benannte ihn mit seines Vaters Namen. Wenn er schwören wollte, schwor er: Beim Leben des Hundes, meines Vaters. Als der König das horte, 'wem zürnte ietr, dem Hund oder dem Sohn? Natürlich dem Sohn. — Einen Hund nennst du die heidnische Gottheit! Ist denn nicht etwas Wahres an ihr? — Was mag das sein? — Sieh, in unserer Stadt brach einmal ein Brand aus, alle Häuser gingen in Flammen auf, nur der Götzentempel blieb; unversehrt. — Da will ich dir wieder ein Gleichhisi tetnführen. Wenn eine Provinz sich' Igegen ihren König auflehnt, gegen wen führt der König Kriege gegen die Leibenden oder gejgien die Leichen? Doch 'wohl nur gfcgen diö Lebenden, die Leichen läßt er funbehelligt. [Mit Hunden hast du die Heidei^götter verglichen und jetzt "wieder mit Leichen. Warum vertilgt sie Gott denn nicht von der Welt? — Wenn die Heiden Dinge anbeten würden, deren die Welt nicht bedarf, würde Gott die angebeteten Götzen vernichten, aber sie beten Sonne und Mond an, Sterne und Planeten. BjäjChe und Täler — soll Gott etwa seine Welt der Narren wegen vernichten? * Rabbi Chanina sagte: Komm und sieh, wie verschieden die Art Gotteis von der der Sterblichen ist.. Die Art der Sterblichen ist es,, daß der König in den innersten Gemächern des! Palastes sitzt, und seine Knechte bewachen ihn von außen. Aber Gottes1 Knechte sitzen im1 Innern, und er behütet sie draußen. „Gott ist dein Hüter. Gott ist dein Schatten zu deiner reichten Hanid." „Niemand ist so heilig wie Gott." Diarum nennen Wir 'ihn schlicht „der Heilige, gepriesen sei er" (Hakkadosch baruch hu). r/^^^^ Wy^y/^;^^^ '"'/s'sy• ""'vv.-- ','' :• " " '<< -'/. "'-z0''J^?2z V/^ä'' 4gm^^>'^ - ' ' Jz= ^EP^ ' _?- <Z> W'"', Z7f ' 's* Zahnstein und Zahnbelag sind Schädlinge für die Zähne, die unbedingt durch regelmäßige Zahnpflege mittels „Kaliklora" beseitigt und ferngehalten werden müssen, und zwar geschieht das durch bestimmte Salze, die im „Kaliklora" enthalten sind, und die durch ihre auf* lösende Wirkung das Zahnbein vom Zahnstein und Zahnbelag befreien und den natür* liehen Schmelz des Zahnes wieder zur vollen Geltung bringen. Diese Eigenschaft des „Kaliklora" ist neben der Desinfektion der Mundhöhle und des Rachens eine außer* ordentlich wichtige. Der ständige Gebrauch wird zur angenehmen Gewohnheit durch das köstliche Aroma. j Queisser & Co., G. m. b. H., Hamburg 19. \%?. \% y <t