Ost und West
- Journal
- Ost und West
- Volume
- 18 (1918)
- Issue
- Heft 1-2 (Januar-Februar 1918)
- Article
- Die Emanzipation der Juden in Ungarn
- Date
- 1918-01-01
- Page
- Seite 35 - 36 (sequence 8)
- Language
- German
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35 Weisheit der Rabbrntn. 36 Andrassy den auf die Emanzipation bezüglichen Gesetzentwurf auf den Ti>ch des Abgeordnetenhauses, welcher am 2Z IXvember einstimmig im Abgcorärutenhause und am darauffolgenden Tage im Oberhause angenommen wurde. I>er König sanktionierte jm 27. Dezember 1567 den XVII. Gesetzesartikel, der folgenden Inhalt hat: 1. §. Lie israelitischen Bewohner des Landes vverden gleichmäßig mit den christlichen Bewohnern berechtigt, sämtliche bürgerlichen und politischen Rechte auszuüben. 2. §. Jedes Gesetz, jede Gewohnheit oder Verordnung, die diesem widerspricht, wird hiemit aufgehoben. Bei der mächtigen Entwicklung, die Ungarn seit dem Jahre 1>b7 auf jedem Gebiete aufweisen kann, haben sich die Juden unstreitig als bedeutender Faktor hervorgetan. Infolge ihrer Geisteskraft«., ihres Herzens und ihrer Hand war ein staunen--vertes Emporblühen in der Hauptstadt, wie auch in allen Gegenden des Landes bemerkbar. Auf dem Gebiete der Wissenschaft, Literatur, Kunst, Politik, Oekonomie, Industrie und des Handels, in den Reihen des Militärs, in den hohen städtischen und staatlichen Aemtern ließen sie sich besonders würdig rtpräventieren, zeigten sich aber auch als verläHlicne Stütze des ungarischen Nationalgefühls. Ungarn leistete daher seinem eigenen Interesse einen großen Dienst als es durch Gesetz ermöglichte, daß die Gleichberechtigung der Juden nach langer Odyssee vor einem halben Jahrhundert im sicheren Hafen anlangte. WEISHEIT DER RABBINER A::? de-r. ta'.rrtudrscken Schrifttum poetisch ■\':o£- : nuä dein demnächst erscheinenden 2. Die Prinzessin and der Weise. L:!i~Tn:aN trat ein Inn/«.'-liehen traut in Jugeudhonh< it Fülle Im Sehl« >--e < :::• :: v. i-'-u Mann in uriseheinbaPT Hülle. . \V< -ha!!»." -]<r:< )\: -;<• d-n Weisen an. und ihr« Au;,- n blitzen. . Muh Ge:-t«-h «h'-it denn in so!, her Ilulle sitzen?" — ..W- -halb wahr; man den be-ten Wein in schlichten trdru n Krügen r Ii dir de- K«»:üg- Kaller an. wo seine Fa-s«r liegen." I>i- Konsg-toi h:«-r merkte sich des \\ eisen Wm im Stilhn Fnd IM.» aUbald der Koni:»'» Wein in guldne Krüue füllen. l)« r W^in verlor. a!s man ihn probt', an-Wohl- .ges^hmack und Wert«*. S.i dal.'« bald man< h'-r. <h-r ihn trank, kein zweites Glas begehrte. 1 l"nd urwr kluges Konig-kind. als es dm trüben ' Wein sah, J>-- W* i-en Worte nun begriff und das Warum nun einsah. l":id hat auch niemals mehr gefragt, warum in :«:h?irhtrr Hülle, Wi«- rin-t bei :-n"m Weisen, wohnt der* echten Weisheit Fuüe. Taanit 7a. Die Sabbatwürze. Zu < i:j»-m Rabbi, einem wei-en. frommen, I-t einst sein Fürst .zu Ga-t gekommen. Ks war an f-::i*-m Sabbat morgen, t'r.d darum riecht -ein Ga-t ihm..Sorgen,!>e::n das Ge-et/ erlaubt mitnichten. Kin fri^he- Mahl he - h< rzuri<h> Vnd nur, watagzuvor b-reret. übertragen von Max Weinberg Band seines Werkes .Ewige We sheit- > Ward vor dem Ftir-te.n ausgebreitet.!><"h glaubt der Rabbi zu ent<leekeii; I»alv: dem Gast s< hieri gut zu schlucken. hu: aumeinem Munde auch vernommen, Kr wrde bald zu Ga-te wiederkommen. J'nd zu d»-- Ral>bi höeh-t erstaunten Mienen I-* T.jgd< r Fr.r-t denn am.h er-« lii'-nm. I'."b "b di- Sj.ei-« i). Fi-« he. Torten. Braten ]:■ r H.ir.-frau h« ut aufs Treftli« liste geraten, F.- v. <.]!t der Win in nicht gelingen. iJe-!i'.]i«n Gaste- B» ifall zu erringen: l'ufI;^,ir h» im Ahn« Iii« d fragt er no< h de*nWei=en. Wr ihm d'-nn jüng-thin hergestellt die S]>ei-en r Kr ii,*.' hf sie bei Hofe auch verwenden, 1 i;d drum demnächst ihm -einen Hofkoch senden. ..M :n Für-t. so gern ich deinen Koch auch unterwei.se, FLwäre dennoch zwecklos seine Reise. I *a-Krau:, dazu den Speisen man verwandt, — Man nennt es Sabbatwürze hier zu Land, — IIa: ewig -eine Kraft nur da bewahrt, Wo man den Sahbat auch als Sabbat ehrt.*" <>!«-. gen. Sabbat 11 «Ja. Der Rabbi und der Bauen L:u r- :• L-r I-'indmann halt" « inst zum Gefährten Auf *iva-t Reise einen Schriffgelehrten. Kr borclite -einen Worten mit Verständnis \ v.ar erst tunt ob seiner Thorakenntnis. ..Jn iri-in»-rn Or:e fehlts zwar nicht an Reichen, iJo-!i um - > Xu* br an Mannern deinesgleichen, f "r.d würd« n w ir eköniglich dir lohnen. W'e.V-* du fortan in un-rer Mitte wohnen." ..I'h kariii*-." sj.ra'h n-r. ..g.«r nicht fassen. W: - :.b um Gofrl könnt' in» in-: IKimat lassen, Wo i h iumi-t-n von Gelehrten Ka:.:: f'mgar.^ nfbgen mit Geführten, Ikk in l>» tikena F'u«iien. Leben