Ost und West
- Journal
- Ost und West
- Volume
- 18 (1918)
- Issue
- Heft 1-2 (Januar-Februar 1918)
- Article
- Arthur Segal
- Date
- 1918-01-01
- Page
- Seite 19 - 20 (sequence 2)
- Language
- German
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Arthur Segsl. 20 fcll^fjmsr ■■' ■ -«'I-'Pnii ^fei ->»ü B U&iftpJ jvK&'ÄSiIM "^itartffl« AKTHl'R SFGA1. Landschaft mit Haus Vorbehalten gegenüberstehen. . . — Arthur Segal aber, wenn auch auf der modernsten Se»te. steht in keinem seiner Verke unter dem Zwange einer Richtung. Sein Kompaß ist das Fühlen. Man betrachte das vSelbstporträt* als Zeichen einer Kunst, die nicht nach vertiefenden Linien suchen mt.i\ weil ihr Strich Ausdruck einer entschlossen? cxpressioniblen Natur ist. In den Landschaften dieses Künstlers, etwa in dem Ausschnitt »Born* holm'v. ist das Gegenständliche auf eine eigenwillige Art ganz nahegerückt, und es ist wundervoll, wie sich aus dem Leuchten von Hell« und Tiefblau die Kerne auftut, die dunkle, rauschende Melodie dieser Welt. Den Lyriker Segal £rüßt man in dem kost* liehen vDame am Fenster*, das tiefe Ruhe atmet und wie aus d».m abseitigen Weltwinkcl hervorgezau; bert scheint. L'nd dann die Bilder, die in Farben jubeln, deren Schimmern und Leuchten Bild für sich ist: dieses sommerliche ^Garhenfeld«-, strahlende Hoffnung auf Segen, Preis der gütigen Mutter Erde; und die »Landschaft mit Dame*, zart in aller Be? '»timmtheit der Farbe — rinc Romanze von gestern Das Nachtstück, diese wie mit durchs sichtigen Schleiern verhängte Straße, zählt zu dem Besten. Und die grandiose Farbenanschauung des Mei? sters. seine absichtsvoll primitive Art der Darsteliung. kündet sich in »Orientalia«. Aber welcher Reich« tum in dieser Primitivität, welche künstlerische Durchdringung des Stoffes und welch Gefühl für den unhörbaren Rhythmus der Töne! Der fünfundvierzigjährige Kunst? ler lebt jetzt in der Schweiz. Er hat auf einer der jüngsten Aus? Stellungen in Zürich mit seinen neu? esten Werken Bewunderung erweckt. Ihren eigentlichen Reiz kann keine Reproduktion wiedergeben. Sie wird immer die Seele dieser musizieren? der Bilder vermissen lassen: dieses brausende Blau eines fernen Meeres, das stürmische Rot einer verglühenden Stirn? mung, dieses klangvolle Gelb und das jubi? lierende Grün einer morgendlichen Wiese. »Nimm einen Ton aus dieser Harmonie, nimm eine Farbe aus dem Regenbogen« . . . und es bleibt nur die Andeutung einer heiß und innig gestaltenden Vollnatur, als welche Arthur Segal hier gegrüßt sei. AKTHl'R SL<;AL: Bornholm