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Ost und West · 1918-01-01 · Heft 1-2 (Januar-Februar 1918) · p. Seite 17 - 18

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Journal
Ost und West
Volume
18 (1918)
Issue
Heft 1-2 (Januar-Februar 1918)
Article
Arthur Segal
Date
1918-01-01
Page
Seite 17 - 18 (sequence 1)
Language
German
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17 Arthur SrgaL IS ARTHUR SEGAL. Von Max Schach. Einer, der durch den Impressionismus gegangen und von sich sagen darf, daß er später folgerichtig zum Neoimpressionismus gelangt ist. Heute zählt Arthur Segal als Expressionist. Diese Wandlungen, die keine sind, charakterisieren den Künstler, der unabhängig von Richtungen betrachtet sein will. Als Erscheinung. Aus den Werken dieses Mannes spricht eine starke Persönlichkeit. In dem neuerdings wieder lebhiit erwachten Streit um Farbe und Form scheint mir Segal in überlegener Neutralität verharren zu wollen, und darf es denn er ist von überzeugender Eigenwilligkeit der Formwelt und des Farbenlebens. Eine durch und durch musikalische Natur — ich weiß es nicht, muß es aber glauben, wo solche Leidenschaft der Farbentöne entgegentritt. .Nie gibt er das »Bild«___ gfc ' , ^^^p^g i'ivr:^^ der »Sache«: immer das, was als Unfaß« bares, Ueberlebens* großes dahinter steht und gemeinhin Stirn* mung heißt. Allein, das Wort deckt hier nicht ganz den er« fühlten Begriff. Den Eindruck, der von Segais Bildern kommt, hat einer seiner Kritiker richtig empfunden, wenn er sagt: »Man wird von diesen Farben gera* dezu ins Bild hineingerissen«. In der Tat, das ist es, was ihre letzte Wirkung ausmacht: Man wird in diese Welt der Farbentöne hinein; gerissen und findet sich später erst an den Formen zurecht. Aller Widerstand gegen die kleine, aber laute Gemeinde exaltierter Neutöner ward hier besiegt von einem, der sich von der starren Prosa des 1 Ierkömsnlichen zur wundervoll bctjerrschten Farben« lyrik emporjubelt. Ein mystischer Glanz liegt wie das silberne Leuchten abendlicher Gärten über dem Schaffen dieses Künstlers- Sein Werden: achtzehn Jahre alt kommt er aus seiner Vaterstadt Jassy nach Berlin und wird Schüler der Akademie. Von den drei Berliner Lehrjahren gehört eines dem Atelier Eugen Brachts, dessen Meisterschüler Segal wird — im doppelten Sinne, wenn man an die Freiheit der Komposition, an die Stimmungskrart denkt, die im Wesen einiger hervorragender Bracht - Schüler liegt. Von Berlin gelangt der Künstler auf dem nicht ungewöhnlichen Umweg über Paris nach München, bleibt kaum ein Halbjahr an der Akademie bei Professor Marr und zeigt, als Zweiunddreißigiähriger, im Jahre 19CH. zum erstenmal'seine Bilder in der Berliner Sezession. Sein Bild »Am Fen« v&m** :-~V*aaeäsaÄ ' .qpttaqaBgg üsaaÄkä w; \ \±~*f ARTHLR SKGAl: Am Fenster ster« konnte schon damals nicht über« sehen werden. Sechs Jahre später beginnt der Kampf der Mei* nungen innerhalb der Sezession, deren radikale Sezessio* nisten, mit ihnen Segal, die Neue Se* Zession begründen. Der Expressionist raus, dessen Fahnen in Frankreich da* mals hochgehoben wurden, ist nun auch in Deutschlandprok* Iamiert. In den letz* ten Jahren trifft man Segais Bilder auf allen größeren deut* sehen Kunstausstel« lungen. seit 191) regelmäßig in der ^Freien Seiession*. Das Leipziger Mu« Ncum hat sich einige Zeichnungen des Künstlers gesichert — und dies verdient schon aus dem Grunde hervorge*!*obcn zu werden, weil die deutschen Museumsleiter den ireiesten Sezessio* nisten mit einigen

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