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Ost und West · 1918-01-01 · Heft 1-2 (Januar-Februar 1918) · p. Seite 11 - 12

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Journal
Ost und West
Volume
18 (1918)
Issue
Heft 1-2 (Januar-Februar 1918)
Article
Sein oder Nichtsein?
Date
1918-01-01
Page
Seite 11 - 12 (sequence 6)
Language
German
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Sein oder Nichtsein? Betrübnis erfüllen. Wie wenig die Juden es übrigens der VtYlt recht machen können, möge man daraus ersehen, daß während Bernstein ihren Fehcrnat ionnlismus tadelt, ihnen von der anderen Seite der Vorwurf gemacht wird, sie täten hierin viel zu wenig ..ihre Pflicht*. Kim r «Vr führenden Publizisten der nuti« ■nalliberalen Partei. Richard Bahr, ließ hierüber in der ~Täglichen Rundschau** vom 1 I. .Iiini 1017 bittere Klage ertönen: ..Lehern!!, hei den Madjaren, bei den Russen. >dbst bei den Polen, die doch, weiß (»ott. nicht fein säuberlich mit ihnen umgegangen sind, stehen — von den romanisch.-!! A*nlk«-rn gar nicht zu rnlcn unter den Chauvinist i<<-h«-n 1 leißspornen Männer jüdischen Blut«s in allererster Reihe. .-iu«-n deutschen Nationalisten jüdischer AI»-T ammung sah man noch nie." Und er fiti♦ -i (Ii.- voll.- Sclialu seims Zornes besonders auf die deutsch-österreichisch«!! .luden au-. In Oesterreich gel».- es mehr Juden. ..als der deutsche A"«»lkst• *i 1 noch ohne Fährinzu verarbeiten vermag". Richard Bahr hält es für wiehlig. dal.» Iii ih~*\t-rr«"ii-h »in inniger Zusammenschluß d« r d.-ur-.'li*'ii Parteien erfolge, und «'> scheint ihm ..nicht ausgeschlossen, dal» unter Druck .1«-.- slnvi-chen Feberinuies auch die Sozialdemokraten eines Täterin die deiji-eh.. i;. nieiiihüri:>chafi einniündeh. \..]-;ti,>j'->ei >a. dal.» dort die Männer ♦ ins lieft in i].-r Hand 1»halten, die es h-iit.- haben.*". Hie heuti^-n Führ, r der ö-t--rreichiseh.!i Sozialdemokratie bieten ihm nämiieh di* Ii.-währ unter deutscher (iesinnung. Di.-.-.- Führ.■:• sind sämtlich -lud* n •der jüdi-.-her Abstammung, und darum wird aue]i .jj.- 0.-;.-rr» iehi-ehe Sozialdemokratie \»ui den ( bristliehsozinlen und I)eutsch.!iaT i»»n.*d-n al- ..verjudet*' gelästert, obgleich oi<-.- .lud, ]] ostentativ y d m Zusammenhang mit dem .ludentum abb-hmu und die AVi. ij.-r ...\rl» iter-Zeit un.Lr*' sieh bisweilen wie < iii rein anl isemit isches Blatt lie-t. Der einzige .ludenfreund in d»-r le- . dakthü; di.-.-eblatte-.. d> r verbind« et'-, in das anti»!'-miti-eljr- Fahrwasser einzulenken, war d'-r jiiru-l \ » r-torben,- Kn- -ellM-r1 Ferner-t •..'! r. (Dr. Viktor Adh-r h-,i iTJ; H.-rb-T F»K; M..]ä . i.t- .^ehie<h ». j.-w.-i'j-.-ri.. /üü.!!• i!i--F!<./ V> Stellung zu nehmen, uud einer Deputation russis<*h-jü<lischer Sozialiston erklärte er rundheraus, die Arl»eiter-Zeitung sei kein Judenblatt.) Kichard Hahr hat als«* guten CIrund. der rein deutschen Gesinnung der jetzigen Wiener Sozialisteiiführer Vertrauen zu schenken. ..Die sozialdemokratische Fraktion (in Oesterreich) beherbergt in ihren . Reihen vorläufig mich keinen Ledehiuir und keinen IIaa.se.** Aber vorden Toren lauern sie schon... Fnd es ist vor allem das jüdische Element, der jun^e Nachwuchs jüdischer Akademiker*, der durch seinen Mangel an natimialistiscln»r Denkweise die Sache gefährden könnte, wenn er die Männer, die jetzi d is Heft in Händen halten, verdrängt. ..Ks verlohnte sieh einmal, darüber nachzusinnen, wieso » s kommt, daß wir Deutschen auf die .lud -u in unserer Mitte nur eine so ^erimre Anziehiin^sknift zu üben vermocht haben.*' Nun wi-iü man. daß die Juden überall in Osteuropa, in Fngarn. in Polen, iu Cializien. in Uuü!;m<l. in Rumänien, als Träger und Vorkämpfer demscher Sympathien und Oesiununireit betrachtet und. je nach <h r Stellung d'-r Oe- <renseite. in Anspruch i:eii»»mmen oder verfolgt werden. IVriistein schrei!»; : ..Die groß«» AFehrbeit der ru<sisch-iüdisch«n Mitglieder der Sozialdemokrat ie der Vereinigt en Staaten, wie Mr. Al-ernon Lee. der Delegierte dieser Partei, am '1. Auirust 10b', auf der in Hanir versammelt.-n Internationnlen Konferenz von Sozialist»-n n«utral» r Länder erklärte, ist entschieden ]»r«»- deutsch.** Richard liahr jed »ch erklärt er hal»e m>ch nie einen deutschen Nationalisten jüdischen Blutes gesehen und findet darum, daß die Deutschen auf -die .luden in ihrer Mitte eine so geringe Anzmliiimr-- kraft ausüben und daß O. sterreieh viel mehr .luden beherberire. alder deutsche V,,lk-- teil verarbeiten könne. Allerdings 2elte danicht vom PraL^ r Judent um. .."hne das d «- deutsche Volkstum ül)« rhaupt nicht «lenkbar wäre«. Diese alten, -tolz.n Familien, die zum Teil seit >i« hen Jahrhunderten in der Moldatistadt -iedeln. I'ühjen sich durchauals Träger und Vorkämpö r d' iit »eher Kult nr und \vis>en dafür nicht geringe Opfer zu bringen. Aber das Wi.-ner Judintunj i-t ander.-." Man darf nicht verje-s.-n. daß

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