Ost und West
- Journal
- Ost und West
- Volume
- 13 (1913)
- Issue
- Heft 11 (November 1913)
- Article
- Memoiren jüdischer Männer und Frauen [Rezension]
- Date
- 1913-11-01
- Page
- Seite 915 - 916 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 83% known words query
- IRI
…/2583875-2584033-2584045-2605318--15065-2605375- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
915 Literarische Rundschau. 916 heigetragen, namentlich durch kurze Inhaltsangaben der einzelnen Bücher, sowie durch geschiehtl ichc und biographische Erläuterungen. Ein Register, sowie mehrere Stammbäume, die insbesondere Glückeis Familienbeziehungen zu den bekannten jüdischen Familien ihrer Zeit dartun, sind dem Werke gleichfalls beigegeben; letztere sind allerdings etwas knapp ausgefallen, immerhin dürften auch sie eines besonderen Interesses sicher sein, nachdem der Sinn und das Verständnis für familiengescliichtliche Forschungen auch in der deutschen Judenheit, nicht zuletzt auch infolge von * entsprechenden Aufsätzen in dieser Zeitschrift, im Wachsen begriffen sind. Dem Buche ist die weiteste Verbreitung zu wünschen; es ist diesmal keine leere Redensart, wenn hier der Wunsch ausgesprochen wird, dass es in vielen jüdischen Häusern, jedenfalls in allen jüdischen Volksbibliothcken, Eingang finden möge. Auch die gute Ausstattung in Papier und Druck, die der Verlag in anerkennenswerter Weise sich hat angelegen sein lassen, tragen das Ihrige dazu bei, diesen Wunsch der Erfüllung näher zu bringen. Dr. N. M. Nathan. * Max Biod „Die Höhe des Gefühls", Szenen, Verse, Tröstungen. Ernst Rowohlt Verlag. Leipzig 1913. „Weiberwirtschaft", Axel Junkers Verlag. Berlin-Charlottenburg 1913. Es sind nicht irgendwelche äusserlich interessante Vorkommnisse, die der Dichter in dem ersten Buch gestaltet und mit dem überraschend abstrakten Titel überschreibt, nein, die vier darin enthaltenen Schöpfungen gehören zu einander als ernste Versuche, dem erdrückend grossen Urcrlebnis des Juden unserer Zeit dichterische Form zu geben. Er, der Kluge, Weltgewandte, der alles versteht und sich über alles stellt, indem er es seinen Zwecken einordnet, wird in seinem tiefsten Wesen durchschüttert und zerwühlt von dem Erlebnis des Gefühls, der Liebe, aber es zerbricht ihn nicht, sondern hebt ihn empor aus dem wirren Druck der Tatsächlichkeit, die sein Denken in die unendliche Vielheit des Wirklichen isoliert, auch die klare, sonnendurchwärmte Höhe des Gefühls, um ihn dort die zersplitterten Einzelheiten des Daseins als Einheit empfinden zu lassen und ihn so mit der Seligkeit zu erfüllen, die ihm, dem in Wahrheit doch so armen Zercbrahncnschen, bisher kein Ringen und kein Erfolg zu geben vermochte. Dieses Motiv, IJßrugä'ffßeder cfleuGStö5 Sajfarw^lThujSori Gie&t in urberrucftia^'Tfa^^ den ßerrdefien ^Duft Msisaes ßülfvenjdendei^ wieder? gZäcon mA5Qu3an/rMuf/M. $Efc%G717Dusoa&^ Gcg* 1738. JstöieMicnctrvasse, ebenmassige fiaut euue/z in uot&c^ «'jcäriäert&i Sa/iren mögüo Uaf rpenn Sie 6te einzig richtige, natürliche | ZTlagregel gegen 6ie Bilöung rauher, flecftger £)aut treffen unö 6er £)autoberfIädje für öen ihr mitjeöem tPafcfren entsogenen, mi» froffopifcf)fetnen,natürlid)enScr;u^- r/aucr/, (Erfatj bieten! Znoufon's3gemo*Seife erf e§t infolge ifrrer präferpgtjpen, fon> ferpierenben IPirfunqöer£)aut bas serflörte Haturfleib burd) f}tnterlaffung eines gans öünnen, wohltuen^ öen Scfiufrübersuges, öer ron öen Poren abforbiert rpirö Augenfällige, frappante tPirfunq. Sabv : X6.1Tlou$on$eo. tfranffurt a. ITt. (Segr. \7ys 3ge/7?0'.Grän3(}<g &gemo-3Mau50<$ 9gemjo--GoiaL8a^ üöerafitöiiftieft.