Ost und West
- Journal
- Ost und West
- Volume
- 13 (1913)
- Issue
- Heft 6 (Juni 1913)
- Article
- Das neue Palästina
- Date
- 1913-06-01
- Page
- Seite 469 - 470 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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469 Dr. Max Grunwald: Das neue Palästina. 470 Palmengarten in Rischon le Zion. (Spezialaurnalime für „Ost und West".) deren Anblick den Höhepunkt aller unserer Rciseein- Francs geschätzt wird. Besonders die Örangenernte drücke gebildet hat. Diese Ansiedelungen sind verist hier so ergiebig, dass einige dieser Kolonisten hältnismässig jungen Datums, selbst die ältesten erst 30 sich Vermögen bis zu einer halben Million erworben Jahre alt. Aber ihre Geschichte erzählt bereits von haben. — Von den übrigen Kolonien ist die hervorragendste Ri.schon 1 e Zion. Anfangsein Schmerzenskind des Baron Rothschild, besitzt sie heute eine Million Weinreben mit einem Wein, der auf der letzten Pariser Weltausstellung und auf der landwirtschaftlichen Ausstellung in Wien im Jahre 1906 die goldene Medaille erhalten hat, und dessen Güte wir an der Quelle selbst erproben konnten. Was R i s c Ii o n für J u d a e a, eine Art Zentrale, das ist für den nördlich davon gelegenen Teil Palästinas, für Samaria: S i c h r o n ,1 akob, für den nördlichsten, Galilaea: Bosch - Pinnah. Diese Kolonien sind eine mittelbare Wirkung zahlreichen, sehr schweren Opfern. Wenn man die Karte von Palästina überblickt, den ganzen Westen entlang südlich von Jaffa angefangen bis hinauf nach Kaifa, ferner die Gegend, rings um den Tiberias-See und nördlich davon bis hoch in den Libanon hinein, so sieht man. dass alle diese Gegenden mit einem Netz jüdischer Siedlungen überzogen sind, das sich zum Teil auch schon östlich über den Jordan hinauswagt. Die älteste, P e t a c h T i k w a h , liegt etwas nördlich von Jaffa und bildet mit ihren etwa 4000 Seelen schon ein ganz nettes Städtchen, dessen Wert auf etwa 12 Millionen Kolonistentochter.