Ost und West
- Journal
- Ost und West
- Volume
- 11 (1911)
- Issue
- Heft 10 (Oktober 1911)
- Article
- Ch. N. Bialik: Gedichte [Rezension]
- Date
- 1911-10-01
- Page
- Seite 931 - 932 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 79% known words query
- IRI
…/2583875-2584006-2584016-2603540--12270-2603639- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
93f Literarische FJcvite. m2 nur sein wild grosses, mit Scha.ii clerri und Schauern erfüllendes Pogrom-C4edicht „Nemirow" (Alaasseh NemiroAv) und die „Lieder des Zornes" („Das letzte Wort", „Gross ist das Volk", „Gotteszucht'1, „Ein Wort'4). — Diesen Schöpfungen reihen sich dicht an die stark symbolischen Phantasien, von denen die „Flammenrolle" den Prophetismus am meisten wahrt, zumindest in der Sprache. — Weniger imponieren mir Bialiks nationale Gedichte. Offenbar von aller Tendenz frei, sind sie doch etwas zu kaltberechnet geraten. .Ahm merkt nicht die Absicht, aber doch den aufklärerisch verkümmerten oder nationalistisch gefärbten Instinkt des Dichters, und wird verstimmt. Schade, denkt man, wer soviel Grösse bilden und wieder anderwärts so wehmütig fein sich sehnen kann, — nach verlorenen Welten und nach der Geliebten —, hätte das wirklich nicht nötig. Ganz wundervoll sind Bialiks Liebesgedichte: Beinahe zart und weich und doch von dem grossen herben hebräischen Pathos durchschauert. Ein kleines Lied gibt es da, das ich als Muster anführen möchte: „Ich sehe, wie du nachts an dem Fenster stehst." .Mit Herausgabe von Bialiks Gedichten in deutscher Sprache — es ist natürlich nur eine Auswahl — hat sich der „Jüdische Verlag" ein Verdienst erworben. Denn wenn auch die Uebertragung als solche über den literarischen Wert des Originals keinen sicheren Aufschluss gibt, so ist sie doch wenigstens wie kein zweites Buch geeignet, ti fer angelegte Naturen zum Nachdenken über den Grundzug des jüdischen Wesens zu bewegen und Aveniger tief angelegte in ihren Stimmungen gegenüber dem Judentum zu beeinflussen. pa. Alis jüdischer Seele. Gedichte von O. Löwenberg. Dritte vermehrte Auf läge. Verlag von3I. Glogaujr., Hamburg. Ein Dichter sicherlich! Rhythmus ist da, mehr als der verwöhnteste Geschmack verlangen kann. Und vor allem jener aus der eigenen Seele über Dinge und Zustünde gebreitete Regenbogenglanz, den man Poesie nennt. — Der Einfluss Liliencrons ist unverkennbar, besonders in dem Gedicht „Isaak Löwenthal", aber wer sich s o beeinflussen lassen kann, darf darauf stolz sein. Nur eins gefällt mir an dem Dichter nicht. Er setzt sich zuviel auseinander. Die ganze Welt darf nicht als Zeuge angerufen werden, wenn einer, und sei's auch ein Dichter, zwischen Deutschtum und .Judentum in seiner Seele Brücken ®te oefäf)r 11fte 3ett bc§ ©öiti]ltng§alter§ ift bie 4>eriobe ber 3ctf)mut(i ltitD @ntlDÖI)iutng; weil in biefent 9tfter bie 2)nrd)fäIIe am puftß* ften auftreten. 2)en tieften @d)uij bietet eine rationelle (Srnöfjnuiß mit „Shtfefe" unb dJIM), toobitvd) bie ^erbanum] flefürbert unb geregelt tt)irb* jacahCclloidin^Papicr l^äb6^\»Vavitx A 3ca4>totten Odeal'PIottcn, extraropfd üdeat-piatten, licf)tbcff«i Jdeal--piattctt, ortbodjconiatififc Cotta 'platten «oÜO'©rthO'Platten ITtoximar-piaöcn, ortho- <f)romatifd) und lirfMofftci Jöeal'Diapo|itiP'Ploöcn Jilrapatfö Rollfilms 3ca-popkrc Jdeal'Celloidinpapier üdeal'^tiflopopiet üdcaKeUoidinpapier, felb|t* tonend üöcal'Ceüoioinpapicr, absichbat JöcaUBromfilbcrpapicr 3JcaI'©aslicf)tpapicc finö über die q<mz* Wzltvttbmtttl Ccjug durdj fcoc pbotobanötung JtlufTtr. tjauptpreig» liftent.aotoQentog ©rSßfcs ffameraroerr «Europas $ur ^övbexutiq 6er {£>cfun£>ßeit» Pil. aperientes Kleewein «tfflnb bat fcefte, fld)cr unb febmeraloe mtrfenbe aM-bfübrnttttel. 2 TMtlen abtritt mtl etwa« <2Baffer ge» nommen, fübren nach oottfommen rubtfl bur*' febtafener Stacht morgen« etnen rettblid^en, »oll« fommen fdjmerjlofen ©tublgang frerbet. q&ret* per Scbacbtel mit 5ü 6tüd 2Ä.*i 2FW. 70, ftärfere tn fflacon« a 50 6tücf 2 Ä. 40 2 SO». SMa-jLVtttU g. &tttweiu, £t<m* 6ct &itu Jg. - 3u begießen burdb alle Slpotbelen. - r Sine vernünftige Haarpflege ist ohne regelmässige Reinigung des Haaibod ns und der Haare undenkbar. Denn nur durch die Beseitigung der Zcrsctzungsprodukte der Haut, des Staubes, wird den natürlichen Funktionen der Kopfhaut und den Haaren der Impuls zur Regeneration gegeben. Das millionenfach bewährte Haarpflegemittel „Shampoon mit dem schwarzen Kopf" . erfüllt alle Vorbedingungen -/u dieser rationellen Haarkulrur. „Shampoon f. mit dem schwarzen Kopf" macht das Haar s-chuppenfrei. .glänzend und gibt auch dürftigem Haar volles Aussehen. — Man verlange . beim Iii kauf ausdrücklich „Shampoon mit dem schwarzen Kopf" mit der nebenstehenden Schutzmarke und lehne Nachahmungen des Original-Fabrikates kategorisch ab. (Paket 20 Pf., 7 Pakete M 1.20). auch mit Ei-, Teer- oder Kamillen- Zusatz (Paket 25 Pf, 7 Pakete M. 1.50) in allen Apotheken, Drogerien und Parfümerie-Geschäften erhältlich. Schutzmarke. iBasas Hans Schwarzkopf, G.m.b.H., Berlin N37. ■Hsl