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Ost und West · 1911-02-01 · Heft 2 (Februar 1911) · p. Seite 173 - 174

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Journal
Ost und West
Volume
11 (1911)
Issue
Heft 2 (Februar 1911)
Article
Die Alliance-Expedition nach dem Yemen
Date
1911-02-01
Page
Seite 173 - 174 (sequence 8)
Language
German
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173 Mitteilungen der Alliance Israelite Universelle Die Alliance-Expedition nach dem Yemen. 174 vorbeif Hessen. Im Altertum haben Deichbauten und Aquädukte diese Wassermengen zweckmässig über die gixn/.e Ebene verteilt; die Zeit und mehr als diese: die Dummheit und Bosheit der Menschen haben alle diese Kunstwerke -zerstört. Wir sindam Ende unseres Spaziergangs. Bab-el- . Yemen, das südliche Yementor, das auf die Landstrasse nach Damer-Ibb mündet, steht in seiner interessanten Bauart vor uns; es ist ein Werk der Türken, die dazu verwendeten buntf arbeiten Bausteine bieten ein harmonisches Gesamtbild. Auf unsrem Spaziergang haben wir Ruinen, Elend und Trauer beobachtet — dieses Tor ist ein Zeichen der Hoffnung. Das dem Frieden zurückgegebene Land Yemen, von der Natur so reich an Hilfskräften aller Art bedacht, kann durch ehrliche und verständige Arbeit wieder das glückliche Arabien der Alten werden. Synagoge und Schule werden hier mit demselben Namen bezeichnet: Kniss (Zusammenkunft). Beide Institute sind Orte der Andacht, aber man studiert hier mehr als man betet. Ich bin zuerst zu dem Kniss der Lehrer gegangen und bin enttäuscht und schweren Herzens zurückgekehrt. Das Leh^stein wirkt verdummend; die mangelhaften hygienischen Vorkehrungen und die Methode der Ueberanstrengung sind mehr dazu angetan, die ganze Schuljugend zu vernichten, als ihre Intelligenz zu entwickeln. Es ist ein wahres Glück für die Gemeinde, die sich wieder konstituiert und an Mitgliedern zunimmt, class wir jetzt herkommen und eine Schule begründen wollen, in der die Kinder in Gesundheit und Vernunft erzogen werden sollen. Besuchen wir einmal diesen Melamed Tinokot (Lehrer). Auf einem Hof von wenigen Quadratmetern Umfang ist eine kleine Tür, durch die man eintritt: es ist fürchterlich! Der Raum liegt tiefer als der Hof, man sieht nichts, als eine Ansammlung von Schatten, von denen ein durchdringender Geruch von Schweiss und verbrauchter Luft ausgeht; ich muss zurückweichen, um erst Atem zu schöpfen. Da ich aus dem hellen Sonnenschein komme, scheint es mir zuerst vollständig finster: allmählich gewöhne ich mich aber und bemerke in einer Wand drei hanclgrosse, mit matten Scheiben verschlossene Oeffnungen, die etwas Licht hereinlassen. Dieser Kellerraum ist drei Meter lang, zweieinhalb Meter breit und zwei Meter hoch. Achtundvierzig Kinder im Alter von drei bis elf Jahren sind hier zusammengepfercht und sitzen nebeneinander auf zerrissenen Matten, die den Fussboden bedecken. Die armen Kleinen! Ich setze mich im Hofraum auf einen Stein und rufe mir den Lehrer. ,,Es ist ein vorzüglicher Lehrer," erzählt mir der Oberrabbiner, der mich begleitet; „er ist von den Familien sehr gesucht" — und wirklich erblicke ich in einem Winkel des Hofes die Kinder der Notabein. Die kleinen Jungen kommen schon fi~m dUc/U^A^n/U^M J2^->vW/ Q&<ISWA^M^ . ■■■ Weltbelierrschend Hl sind zwei unzertrennliche Dinge: Frauen- Schönheit und Leichner's Fettpuder bester unschädlichster Gesichtspuder, gibt dem Teint zarten, rosigen, jugendfrischen Ton, man merkt nicht, daß man gepudert ist. Zu haben in allen Parfümerien und der Fabrik Berlin, Schiit z eilst r. 31. — Man verlange stets: Lei ch n er'sehe Puder. IGleichberühmte Marken sind auch: ■ m , Hermelinpuderi LBICnHBr Aspäsiapüd'er I M. 4,—_I Leipzig-Gohlis- Cacao Chocolade

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