Ost und West
- Journal
- Ost und West
- Volume
- 12 (1912)
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1912)
- Article
- Die Juden Italiens
- Date
- 1912-12-01
- Page
- Seite 1127 - 1128 (sequence 5)
- Language
- German
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1127 Prof. Dr. Ermano Loevinson, Rom: Die Juden Italiens. 1128 Stadtverordneter Angelo Sereöi, seit Jahren bewährter Vorsteher der dortigen jüdischen Gemeinde, der er u. a. mehrere hunderttausende von Franken rettete, als auf Grund eines Crispischen Gesetzes für Rom diejenigen religiösen Brüderschaften aufgehoben wurden, deren Zwecke nicht mehr dem Zeitgeist entsprachen. Zweck des Ausschusses ist Erhaltung und Schatz des Vermögens der untergehenden, sowie Konstituierung neuer Gemeinden, ferner zeitgemässe "Reform des jüdischen Wohltätigkeitswesens. Zweimal während des Jahres 1911 hat er bereits getagt und sich sofort nicht nur als würdige Vertretung der Gemeinden, sondern auch ihrer Wohltätigkeitsanstalten bewährt. Er tat sein Möglichstes, um ein geeignetes Abkommen zwischen den beiden in Italien bestehenden Rabbinerseminaren, Livorno und Florenz, zu treffen, sowie den Anschluss der absterbenden Gemeinden Angcio Screni Pesaro und Senigalüa an die von Ancona herbeizuführen. Ferner wurden vorbereitende Schritte für ein zeitgemäss abgekürztes Gebetbuch mit italienischer Uebersetzung getan. Ein reiches Feld der Tätigkeit eröffnet sich dem Ausschuss noch für die Zukunft, Um so bedauerlicher ist es daher, dass noch nicht alle jüdischen Gemeinden Italiens ihren Beitritt erklärt haben! Es mag da wohl das Bedenken mitsprechen, sie könnten etwas von ihrer Selbständigkeit einbüssen. Die bekannteste unter den wenigen Abseitsstehenden ist der „Freiwillige Israelitische Verein" (Associazione Volontaria Israelitica) Bolognas. Das beste Mittel, auch die Abseitsstehenden heranzuziehen, werden die Erfolge sein, welche der ständige Ausschuss der jüdischen Gemeinden von Vorsteher der jüdischen Gemeinde in Rom Jahr ZU Jalir reichlicher aufzuweisen und Vorsitzender des Ausschusses der i i a jüdischen Gemeinden Italiens. IiaDen Wird. Jüdische Kultusgegenstände: Kerzenhalter mit Gewürzkästchen für die Ceremonie des Sabbatausganges. (Zum Artikel „Jüdische Altertümer in Elsass-Lothringen" auf Seite 1095/1096»)