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Ost und West · 1912-12-01 · Heft 12 (Dezember 1912) · p. Seite 1099 - 1100

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Journal
Ost und West
Volume
12 (1912)
Issue
Heft 12 (Dezember 1912)
Article
Jüdische Altertümer in Elsass-Lothringen
Date
1912-12-01
Page
Seite 1099 - 1100 (sequence 3)
Language
German
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IRI
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1099 Rabbiner Dr. M. Ginsburger: Jüdische Altertümer in Elsass-Lothringen. 1100 über den Ursprung der Synagogen und Friedhöfe, über die bedeutenden Männer, die aus unserer Mitte; hervorgegangen sind, sowie über die Verdienste, die sie sich um das Judentum und um die Menschheit erworben haben. Diesem Gedankeninhalte wurde in einem gegen Ende? des Jahres 1904 von mir verfassten Rundschreiben Ausdruck verliehen, und im Anschlüsse daran fand bald darauf zu Mülhausen im Oberelsass eine Zusammenkunft hervorragender Persönlichkeiten unseres Landes statt, in welcher die Gründung einer „Gesellschaft für die Geschichte der Israeliten in Elsass-Lothringen" beschlossen und nach eingehender Beratung der vorgelegte Statutenentwurf genehmigt wurde. Als Zweck der Gesellschaft wurde angegeben, a) die auf die Geschichte der Israeliten in Elsass-Lothringen bezüglichen Urkunden und Denkmäler zu sammeln, zu inventarisieren und für ihre Erhaltung Sorge zu tragen, b) das Studium der Geschichte der Israeliten in Elsass-Lothringen zu fördern durch Verleihung von Stipendien, durch Veröffentlichung von Werken und durch andere geeignete Massnahmen. Der Jahresbeitrag wurde auf acht Mark festgesetzt; Rabbiner, Lehrer und Kantoren bezahlen die Hälfte. Die Mitglieder erhalten sämtliche Publikationen der Gesellschaft unentgeltlich. In den Ausschuss wurden gewählt die Herren Gnarles Levy in Colmar, früheres Mitglied des Konsistoriums, als Präsident, der seitdem verstorbene Direktor der israelitischen Gewerbeschule B. Moch in Mülhausen als Schatzmeister und der Schreiber dieser Zeilen als Schriftführer. In Anerkennung seiner grossen Verdienste um das elsasslothringische Judentum und um das Zustandekommen der Gesellschaft wurde der inzwischen ebenfalls verstorbene langjährige Präsident des Konsistoriums, Herr Lazare Lantz, zum Ehrenpräsidenten ernannt. Die Genehmigung durch den Bezirkspräsidenten des Oberelsass erfolgte am 2. März 1905. Die Nachricht von der Begründung der Gesellschaft wurde überall mit Genugtuung begrüsst. Dem für die Sache in hohem Masse begeisterten Präsidenten gingen nicht nur aus Elsass-Lothringen, sondern auch aus Frankreich und der Schweiz zahlreiche Anerkennungsschreiben und Beitrittserklärungen sowie namhafte Geldspenden zu. Noch im Frühjahr 1905 wurden in Colmar und in Strassburg Versammlungen veranstaltet und Vorträge gehalten, um die Bestrebungen der Gesellschaft, auch in weiteren Kreisen bekannt zu machen. Gleichzeitig wurden in zahlreichen Gemeinden des Landes Nachforschungen angestellt nach alten jüdischen Urkunden und Denkmälern und durch Rundschreiben sowie (durch Jüdischer Kultusgegenstand: Deuter für das Vorlesen ausderBibel. Jüdischer Kultusgegenstand: Chanukahleuchter für das Fest der Tempelweihe. Jüdischer Kultus* gegenständ: Deuter für das Vorlesen ausderBibel.

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