Ost und West
- Journal
- Ost und West
- Volume
- 12 (1912)
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1912)
- Article
- Jüdische Altertümer in Elsass-Lothringen
- Date
- 1912-12-01
- Page
- Seite 1097 - 1098 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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1097 Rabbiner Dr. M Ginsburger: Jüdische Altertümer in Elsass-Lothringen. 1098 ¥ k*£ 'SXJ 't-"■■ r>9^.<&&a».--: Mizrachtafel zur Bezeichnung der östlichen Himmelsrichtung. die sie von den früheren Geschlechtern überkommen hatten, beobachteten. Dieser Tatsache ist es zuzuschreiben, wenn in den letztvergangenen Jahrzehnten das Studium der jüdischen Geschichte und Literatur nicht nur in den Kreisen der Fachgelehrten, sondern mehr noch innerhalb des grossen Laienpublikums einen erfreulichen Aufschwung genommen hat. Ich erinnere an die Gründung der Vereine für jüdische Geschichte und Literatur, der Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums, des Gesamtarchivs für die Juden in Deutschland, der Jugendvereine, Gesellschaften, die alle die Erkenntnis der Geschichte und Wissenschaft des Judentums bezwecken and fast ausschliesslich von den Beiträgen ihrer Mitglieder unterhalten werden. Auch bei uns elsass-lothringischen Juden haben diese lobenswerten Bestrebungen freudige Aufnahme und tatkräftige Förderung gefunden. Schreiber dieser Zeilen hat, wohl als einer der ersten, die Gründung von Literaturvereinen angeregt, und wenn auch hierzulande, wie vielleicht nicht minder in anderen Gegenden, diese Vereine in letzter Zeit sich nicht recht entwickeln wollen, so hängt das zumeist mit Gründen persönlicher und lokaler Natur zusammen; die den Literaturvereinen zugrunde liegende Idee der Popularisierung der jüdischen Wissenschaft ist heute noch ebenso berechtigt und, wenn in zweckmässiger Weise verwirklicht, ebenso fruchtbringend, als sie es früher gewesen. Allein wir sind hier in einer Beziehung noch weiter gegangen als im übrigen Deutschland. Wir sagten uns nämlich, dass auch mit Bezug auf das Judentum der Heimatskunde und Heimatspflege hervorragende Bedeutung zukomme. Gerade wie wir als Staatsbürger mit allen Fasern unseres Herzens verbunden sind mit dem Dorfe, in dem wir das Licht der Welt erblickt haben, wie wir uns interessieren für die Geschichte des Landes, in dem wir aufgewachsen sind, so sollen wir auch als *j Juden in erster Linie Be« JLnr^'-^^rscheid wissen über die Entf stehung und Entwicklung der Gemeinden unseres „Krasmesser", Messer zur Vernichtung der bösen Geister Heimatlandes, über die durch Bekreisung der Wöchnerinnen. Schicksale unserer Ahnen,