Ost und West
- Journal
- Ost und West
- Volume
- 12 (1912)
- Issue
- Heft 11 (November 1912)
- Article
- Die Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums
- Date
- 1912-11-01
- Page
- Seite 999 - 1000 (sequence 4)
- Language
- German
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Die Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums. 10OO der Literatur, der heiligen Sprache, der Philosophie, der Poesie und dem Kultus des israelitischen Stammes hefassen. Er soll auf dieseWeise der gebildeten Welt ein zutreffendes und vollständiges Bild des Judentums in Vergangenheit und Gegenwart, in seinem Wesen und fc- 1) Ptof. Dr, L. Cohn, Breslau 2) Geh.Reg.^Rat Prof. Dn Herrn. Cohen, Berlin seinen Zielen, so- >vie hinsichtlich seiner Stellung innerhalb der menschlichen Kultur und Geistesentwicklung geben. Die Anregung zur Schaffung dieses „Grundrisses" ist von dem bereits genannten Mitbegründer der Gesellschaft Dr. Gustav Karpeles ausgegangen, und die bedeutendsten jüdischen Gelehrten Deutschlands und zum Teil des Auslandes haben sich in die gemeinsame Arbeit geteilt. Neun Bände dieses enzyklopädischen Unternehmens sind bisher schon erschienen, der erste Band der Sozial- und Wirtschaftsgeschichte des jüdischen Volkes im Mittelalter von dem inzwischen leider dahingegangenen Züricher Privatdozenten Dr. GeorgCaro, die jüdische Apologetik von dem Wiener Oberrabbiner Dr. Moritz Glidern ann, der Grundriss einer systematischen Theologie des Judentums von Dr. Kaufmann Köhler, dem Rektor des Hebrew Union College in Cincinnati, die bedeutsame dreibändige Talmudische Archäologie von Dr. Samuel K r auss , Professor am Jüdisch- 3) Dozent Dr. J. Elbogen, Berlin Theologischen Seminar in Wien und die gleichfalls dreibändige Neueste Geschichte des jüdischen Volkes aus der Feder des Historikers Professor Dr. M a r t i n P h i 1 i p p s o n in Berlin. Zurzeit im Druck ist die Geschichte des jüdischen Synagogenkultus von Dr. Ismar Elbogen, Dozenten an der Lehranstalt für die Wissenschaft des Judentums in Berlin. Während ein anderes Unternehmen der Gesellchaft, das sogenannte Corpus T a nn ai t ic u m, . welches die Mischna und die gleichzeitigen Schriftwerke der tannaitischen Periode in wissenschaftlich vollendeten Editionen vereinigen will, nur das Interesse von Fachkreisen beansprucht, darf die Germania Judaica auf die Aufmerksamkeit weitester Kreise rechnen. Seit der Römerzeit sind die Juden in Deutschland und den mr. deutschsprechenden Ländern ansässig, und gerade die 5) Rabb. Dr. Feuchtwang, Wien deutschen Judell haben eine GeschicMe aufzuweisen, die nicht nur wegen ihres über zwei Jahrtausende sich erstreckenden Zeitraumes, sondern auch wegen ihrer 1) Prof. Dr. L. Cohn, Mitglied des Ausschusses der Gesellschaft, schreibt für den „Grundriss" die Darstellung der jüdisch-hellenistischen Literatur. 2) Geh. Reg.-Rat Prof. Dr. Hermann Cohen, Mitglied des Ausschusses der Gesellschaft.schreibt für den „Grundriss" Ethik und Religionsphilosophie. 3) Dozent Dr. J. Elbogen, Mitglied des Ausschusses der Gesellschaft schreibt für den ..Grundriss" Geschichte des Synagogenkultus. 4) Rabb. Dr. J. Eschelbacher, Verfasser von „Das Judentum und das Wesen des Christentums'' und „Das Judentum im Urteile der modernen protestantischen Theologie". 5) Rabb. Dr. Feuchtwang, schreibt für den „Grundriss" Jüdische Homiletik. 6) Bibliothekar Dr. A. Freimann, 2. Redakteur der ..Germania Judaica". 7) Privatdozent Dr. G. Caro, schrieb für den „Grundriss" den 1. Band der „Sozial- und Wirtschaftsgeschichte des jüdischen "Volkes". Die 1. Hälfte des 2. Bandes gibt nach seinem Tode seine "Witwe heraus; für die Fortsetzung ist noch kein Bearbeiter gewonnen. 7 ) PrivatdoZ.Dr G.CarO, Zürich s) Dozent Dr. Eppenstein. schreibt für den „Grundriss" die Geschichte Gestorben 1012. der Bibelexegese. 4) Rabb. Dr, J, Eschelbacher, Berlin 6) Bibliothekar Dr« A. Freimannt Frankfurt a M. 8) Dozent Dr. Eppenstein, Berlin