Ost und West
- Journal
- Ost und West
- Volume
- 12 (1912)
- Issue
- Heft 8 (August 1912)
- Article
- Jurij Paen
- Date
- 1912-08-01
- Page
- Seite 735 - 736 (sequence 2)
- Language
- German
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735 S. An-ski: Juiij 1 an. 736 gab. war, noch JURIJ PA EX. Mit dem „TeitsclvChumesch« {l'entateuch in jüdisch-deutschem Dialekt). gehörten, und die sich dieselben Aufgaben und Ziele stellen, wie die realistischen Milieuschilderer unter den Schriftstellern. Die unnormalen Bedingungen des jüdischen Lebens, das Fehlen von speziellen jüdischen Kunstschulen, der Akademien und Museen einerseits, der Mangel an Nachfrage nach Kunstwerken seitens des reichen Judentums andererseits gestattete den meisten diese]' Künstler nicht, ihre Kräfte zu entwickeln, und zwangen andere, das jüdische Schaffen aufzugeben und ihre Talente, unter denen manchmal kolossale auftraten, (Antokolski, Lewithan) einem fremden Volke zu widmen. Jedoch sogar unter solchen äusserst undankbaren Bedingungen blieben viele Künstler dem jüdischen Schaffen treu, brachten sich zur Geltung und nahmen ehrenvolle, und einige sogar bedeutende Stellungen in der Kunstwelt ein. Und gegenwärtig haben wir eine bedeutende Gruppe speziell jüdischer Künstler, hauptsächlich Realisten, Anhänger der alten Schule, welche uns eine grosse, vielseitige und schätzenswerte Galerie von Bildern aus dem jüdischen, hauptsächlich aus dem altjüdischen Leben, geschaffen haben. Zu diesen Künstlern gehört auch Jurij Pän. herangezogen, nieder, wo er er 15 Jahre schalt des Kindes am Zeichnen bewirkte es, dass die Mutter den Knaben schliesslich zu einem Stubenmaler nach Dwinsk in die Lehre D ieser Mal ermeist er wie Pän erzählt, ein grausamerer Kunsthasser als seine Familie. Nach vielen Plagen und eigensinnigem, energischem Arbeitenauf das Ziel hin gelang es Pän endlich, mit Unterstützung des Architekten 13. Hirschowitsch, der ihm grosse Teilnahme entgegenbrachte, nach Petersburg zu kommen und in die Akademie der Künste aufgenommen zu werden. Diese beendete er mit dem akademischen Titel eines „Künstlers", doch wurde er zur Konkurrenz aus „von ihm unabhängigen Gründen''nicht Hierauf Hess sich Pän in Witebsk eine Kunstschule eröffnete, und die lang leitete. In dieser Zeit stellte WITEBSK. Jurij Pän wurde Anfang der siebziger Jahre zu Nowo Alexandrowsk (Gouvernement Kowno) in einer armen, orthodox frommen Familie geboren, wo er eine streng religiöse Erziehung genoss. Schon in seiner frühen Jugend zeigte er Lust am Zeichnen, doch wurde er in seinem Drange nicht nur von seiner verwitweten Mutter (seinen Vater hatte er früh verloren) und Familie nicht unterstützt, sondern er wurde sogar dafür bestraft und Wirde manchmal geschlagen für seine gottverhassten Abbildungen von Götzen, wie sie es nannten. Jedoch die unüberwindliche Leiden- JXJRIJ PA EX. Alte mit dem „Korbon-Mincho". (Gebetbuch in jüdisch-deutschem Dialekt.) WITEBSK.