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Ost und West · 1912-06-01 · Heft 6 (Juni 1912) · p. Seite 563 - 564

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Journal
Ost und West
Volume
12 (1912)
Issue
Heft 6 (Juni 1912)
Article
Seminardirektor Aron Horwitz
Date
1912-06-01
Page
Seite 563 - 564 (sequence 5)
Language
German
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563 Bernhard Traubenberg: Seminardirektor Aron Horwitz. 564 Teilnahme und praktische Nächstenliebe waren von seinem Wesen unzertrennlich. Selbstverständlich war das Seminar der bevorzugte Gegenstand seiner Betreuung und Fürsorge. Er war seinen Seminaristen nicht nur der Geistes- und Herzensbildner, sondern die irdische Vorsehung, die sich auch gerne und wütig ihrer Leibesnöte annahm. Er wandte seinen ganzen, wahrlich nicht geringen Einfluss auf, um die jungen Leute vom Druck äusserer Sorgen, diesen Hemmschuhen schrankenloser Kraftentfaltung, zu befreien. Wie ein Vater kümmerte er sich um alle ihre Angelegenheiten und war bemüht, alles von ihnen fern zu Ji alten, was der inneren Sammlung und äusseren Ruhe, deren sie zu ihrer Vorbereitung bedurften, hätte hinderlich sein können. Ueberhatfpt war Horwitz seinen Schützlingen ein liebreich gesinnter Berater, Förderer und Helfer, der Freud und Leid buchstäblich mit ihnen teilte, und niemals versagte, wenn man an sein gutes Herz appellierte. Ganz besonders wertvoll war sein persönlicher Umgang, dessen er reifere Jüngling würdigte und der seiner mannigfachen Anregungen und seines bildenden Einflusses wegen höher als Unterrichtsstunden bewertet wurde. Er ging mit allen seinen geistigen und seelischen Kräften in seinem Berufe auf und durchhauchte mit der ganzen Tiefe seines weichen Gemüts den grossen Komplex seiner Pflichten, deren nüchterne und geschäftsmässige Erledigung ihm wie eine Entweihung vorgekommen wäre. Darum sprechen heute, ein Menschenalter nach seinem Tode, noch viele, die seines Geistes einen Hauch verspürt, von ihm wie von einem Heros, einer einzigartigen und unwiederbringlichen Erscheinung, einer überlebensgrossen Gestalt, die das kleine Volk der Zwerge um mehr als Haupteslänge überragt. Mit fast schwärmerischem Enthusiasmus preisen ihn zahlreiche Jünger als den Erheller ihres Geistes, als den Erwecker ihres Gemüts, als den Erwärmer ihres Herzens, als den Mann von weitem Blick, starkem Wollen, grosser Kraft und ungewöhnlicher Eigenart. Mit Horwitz, der dem Seminar ein festes Fundament gelegt, war auch die klassische Zeit der Anstalt für immer dahin. Aber die Erinnerung an ihn ist nicht geschwunden, und trotz der unleugbaren Schwächen und Menschlichkeiten, die Horwitz nicht fremd waren, wird man seiner niemals ohne den Zoll wehmütiger Rührung und dankbarer Verehrung gedenken. EIN INTERESSANTER STAMMBAUM. Von B. Saphra. Der Artikel über Ludwig Philippson im Dezemberheft des vorigen Jahres dieser Zeitschrift brachte mir einen unerhofften und angenehmen Lohn. Da Philip psons Vater, laut Ueberlieferung seines Sohnes Phöbus, sich noch auf dem Totenbette der Abstammung vom Pene Jehoschua rühmte, so hielt ich es für angemessen, Näheres über die zwei berühmten Träger dieses Namens zu sagen und, so gut dies sich aus den mühselig zusammengelesenen, über eine weitschichtige Literatur verstreuten Nachrichten bewerkstelligen liess, ihren weit zurückreichenden Stammbaum zu schildern. Ich erhielt nun einen Brief aus Hannover von Herrn J u 1 i u s F r e n s d o r f, dem Sohn des berühmten Masoretikers Dr. S a l o m o n F r e n s d o r f , der einer der bedeutendsten und verdienstvollsten Bibelkenner und -forscher der Neuzeit war, in welchen mir Herr Julius Frensdorf anzeigte, dass seine Gattin eine Urenkelin des Landesrabbiners A-on Hannover, R. Isachar Bor, sei, und dass er einen h and sc h ri f 11 i c 1 i en St a m in, bäum der Familie besitze. Herr Frensdorf .... . . . . |. |—, iii i *KiariJwotp^pp3ibn.ioepjt6wrrnm hatte die r reundlichkeit, m'i^ppism.vhwpruiibmrm mir eine photographisehe Reproduktion der ™ori»^wnnq^^w»in^iawm i i i ^an^pTap^nTiTaNbbÄjuifBbnng sechs schon und sau- ^^^I^om7-P^ixj^Rtn9 her geschriebenen Rlätt^JS^^^SSS^ ter dieser ,,M C g 11 1 a t boai^iri^bsprmrwnT^TOfrnÄ;™ f n o h n i n" vnr Vni» .TlVPy pbarpwro 109x1.Wfi!WWKW?) J o c n a s 1 n zui \ ei - m^tmitt&iBnytfrifpi iüguno" zu stellen, die ich w^sppaispii pv mtäyxyaw **ip& 1 /• 11 ' . mNaTro.TbymaJOJ' .xaw'iNorspyi hier (m verkleinertem .iMm Format) der Oeffent- *.asi-nraniirn>^DnTs«j'3tppjnNw v 1 1 -x »1 i i\ . twnppobtvim henkelt ubergebe. Der Snvsv iinTODonDDniwnjan^Nim Inhalt kt sphr inW ^»pK^ ^^^'W'^ JiindiL 1SL senr inteijwT^nunTOjbanpN^wsnpTOnriw essant, er bestätigt .ywnwpfrw^ppp-wti 1 0 b^ yvirv *)s sinbrnnwornv vrnv >iwk die m meinem eingangs ^^j^bi^iromwnv«» erwähnten Artikel ent- ' ^T,^>^v^^^Tno^?iy!^ ir. ins einzelne und ergänzt sie in sehr willkommener ^Yeise. (Die paar Abschreibefehler, die jeder Kenner leicht korrigiert, wird man gern mit in den Kauf nehmen.) Besonders interessant ist, was wir aus diesem Dokument über die weibliche Linie erfahren. Der hannoveranische Landesrabbiner Isachar Her war im Amte seinem Vater R. Ar] eh Löb gefolgt, der, ein Sohn des zweiten Pene Jehoschua, zuerst Rabbiner in Swierz in Galizien war, von dort an die Seite seines Vaters als Oberhaupt des Lehrhauses nach Frankfurt am Main berufen ward, als sein Vater Frankfurt verliess, nach Galizien zurückkehrte, wo er in Sokal als Rabbiner fungierte, bis er von dort zum Oberlandesrabbiner nach Hannover berufen ward. Dort starb er nach zweiundzwanzigjähriger Amtstätigkeit im Jahre 1789. Seine ihm 1775 im Tode vorangegangene Frau Rahel war in ßrzezany, Galizien, geboren; sie war die Tochter des dortigen Rabbiners Jechiel Michael (gest. nach 52jähriger Amtstätigkeit in ßrzezany 1740). Die L Frau dieses Rabbi Jechiel pnrn'Tao Michael, Miriam, war die biun pvn tfjrn tannrjyiTcnn non9an pnup»- ' ' . ibu -irroni iaun pproth Vi nowvr -nana I OCllter QCS Rabbiners -,=?™ ip* v * ^S^S von Belz* AbrahamAbele, vDprwvprs"3WV"3w cm nrnam-nw pp-cN1) ' 7 «rovaräpn^wann-i« n m-a oy nap» w dieser war der Sohn des ^atrnyso-nvyin^ovnbD-iirwww^^ Rabbiners von Buczacz und Stryj, Elchanan, der mütterlicherseits ein En- Ii **ltenen Angaben bis pioniwt« bi wqyyi nrarnw k-uti pjriscn nnnuo omm n-jvs'. crwmno 0"3"O':v 2\ynona D"ov a'Q'nba nv ovni von rwnpn rv rvbynrar» tu naivsi oys bnov uiöb 'no"o .bii 3^uTQb'TO"o.ornvnv^iinjv3n'npi.p"5b •.p-rfjabprmsyw"j w tnwp) näw bw* kel des hoc nb eruhmten VTvo'bn'^iinionB-ii3Dnbii>npNs.ipn'r\wni MaharseTiar* war nämwfeTO>srfDbyniH»T»Twn!w ^\iar}ar^n<il , ™dIi IldIU nyhiOT^^ravTmiiTwrnTOVonnown lieh des R. Salomo Lurja fmoTispnsp'piDianwrnTOi^wrfwm von Ostrnp* und Lublin tafljrobn«p^^ ) on u™r0£ + Tr;7/T Yt pvy-nmmpoi nrraiomp^isöbBpro (gest. daselbst 1574). Man ^Ä£5£S5&!SS wusste, dass die Familie i-inrajnaawi^TONnjwanbnjnuaijarmwn) des,,Maharschal aus der iy3iNyvin?^9nB0i3nDibwVTy^T3pjr Hhpino-papnd stammte ms pwy ob by uy man um wruw o*pbn ttiieingegena biamm IL, Tfon niprni »an w bpby bro Vwiboii rraa* h ier haben wir nun seinen •mos cravsn anroibyi by crai diptt™ weit zurückreichenden

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