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Ost und West · 1912-03-01 · Heft 3 (März 1912) · p. Seite 253 - 254

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Journal
Ost und West
Volume
12 (1912)
Issue
Heft 3 (März 1912)
Article
Berthold Auerbach
Date
1912-03-01
Page
Seite 253 - 254 (sequence 2)
Language
German
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253 Berthold Auerbach. 254 wj^^r^y-^O <W9^<3 ^O ^^'AJ Ö r^Y' '■'^Y^/u 9 i3 löOVUiO ^j<jQ^ o^ ^Oa Q G" © Ovo *ü <g^60 ^2/ L> o 00 e^^^OO O e/y M6^" Ol/i^)g^^<#00^Jl/OCKO^^3 so oo ^s^ro u ys> ä e^wi qosö * ^O^tx3^^TQ ^t)?J> w i^cdo O U9^- v 'su<J3 <&/<$J> *3 x/VO O- GT'c^ v rO^U u W >>><*j -Lxi> c\rk nO^aJ'nJ ^V^A^ tv^'A^^^ ^-s^Ufe/vU? u^-a& tj ^'--^y- 'j cö m o<U2^ ü^r -1 $ u-pury '\i^Go^o e^vu^^O#Svu>^rooaj'\e ■ ^? 5 ,v v;,: "o öo#u a^j 2r v g^O OU^Cxiooct;^ 3^!QäO<^^Ü>£^ VtfY1' -o<?d"jocjQ;ri3 &(U ''^VXJVnj su£)l*p "U^6 'ö^cr^ ^o^^ Jo'^ %^ -o*i **V/,-C\9 ouenS^^ % ^O^jO 1?V %S>% fr^%?J> ^U3'U><^\<^QU19 V/J?^^ °V& ^'fc GOO>U r^'^coi^co^^a v qo ^; t>p Kupferplattc mit der Vorschrift des Kaisers, den Juden von Cochin ein Königreich verleihend. (Vordere Seite.) (Hintere Seite der Kupferplattc.) interessieren und wenn es gilt, auch als Kämpjende in vorderster Reihe stellen. Sie sind in ihrem ganzen W esen eine Zierde des J udentums und ihr Bild wird von der Geschichte in verklärtem Glänze für ewige Zeiten bewahrt. Zu diesen Männern zählt auch B e r - t Ii o 1 d A u erb a c h, an dessen 100. Geburtstage wohl keine einigung gleicIigültig vorübergehen Geboren in einem echt jüdischen Hause, in dem besonders eine edle, fromme und kluge Mutter waltete, wurde Auerbach, ein er Fa m i lientra d ition folgend, schon früh zum Rabbiner bestimmt, zu welchem Zwecke er nach seiner Bar Mizwoh, bei der er in der Synagoge eine hebräische Ansprache hielt, die Talmud-Thora- Schule zu II echingen besuchte. Nach zweijährigem Aufenthalt dort bezog er das Gymnasium zu K a r I s r u h e , wo Elias seine Studien hesitze welches einem gönn- ^GOO njXjd \ <$0 >3 GO '"@^TJXJ\0 "U\00 c/U£> LAj QV ^®^vlaQ<oayo<y£)vo ^vxj^^tä^vv<^o& fO^O^u^-o ® gö^j ^3 % qüoOj \2 AjjOO t>cTöo^AT^^^bv/^^oxy^xy-^<^jü^O: o\Aja>\3 ^oO^xj z>u^^'U %r^<Mj<QjoJ^q^ €5 2rc3oo cjnj(u Y>*Lf>0 ^jo^^50>fO ^SZ'- 0^&^'<^p3<\<K>3Gif *t>pO(Ajo ftO^ "Unjotjrl/<&%>W <^&<ZOW<3f\S^1$?f © trooo 'U'oon6^ \)^« o o ooj^V(&/^ ^f&K^c^uxfv ^o%) Fortsetzung der Kupferplattc. ji'idisclie \'erdass ein einziger Mensc ann und wird. Sie sage: das l )ichtwerk er bei Rabbiner ^Y i l I s t ä 11 e r talmudischen fortsetzte. (Ich noch ..Mischle'\ Ruch Auerbach Karlsruher Kollegen schenkt und in dem zähl ige Male nein Nam en in hebräischer Schrift eingetragen ist.) Von Karlsruhe siedelte ei* nach S t u 11 g a r t über. Er besuchte auch hier das Gymnasium und bestand seine M a ti i ritä tsp i üf u ng, um dann die Hochschuh1 zu T ü hingen zu beziehen . wo U h 1 a n d und David F r i e d r. S t r a u s s seine Lehrer Gruppe weisser Jüdinnen in Cochin. waren. Reizend schildert er die Vorlesung des Prof. Herbst, bei dem er Einleitung in das Alte Testament hörte. Herbstspraeh. so schreibt A.. in oberschwäbischem I )ialekt und so erklärte er: Die Ratschionalischte sage: König Salomo habe diese Sprüche nicht verfasst, denn es sei nicht gut möglich, h so viel Sprichwörter m.ach(\ habe nur seinen Namen, weil es unter seiner Regierung o-esammelt und verfasst sei- Wo liegt da die ( niMöglichkeit? König Salomo ischt alt geworde {)'.] Jahr. W enn er nun von seinein 2,'>. Jahr ab jeden Tag ein halbes Sprichwort gemacht hat, da geht's ganz gut, dass alles von ihm sein kann."' Jn Tübingen sc bloss sieh A. den Burschenschartlern an, trug die deutschen Farben, am hellen rfag und sang H vmnen auf Germania. Hier wurden die Motive geschmiedet, wodurch A. dem Rahbinerberuf für immer entsagen musste. Er wurde verhaftet und nach der Voruntersuchung einstweilen in Freiheit gesetzt. l'm mit der Polizei nicht wieder in Konflikt zu kommen, ging er nach M ü n c h e n , wo er ein Lieblingsschüler S c belli n g s wurde. Endlich, als er inzwischen München mit H e i d e I - berg vertauscht hatte, wurde das End urteil gesprochen. A. musste für mehrere Monate nach dem H o h ena sp er g. Nach Beendigung seiner Haft meldete er sich zum Examen. Er war aber nicht wenig

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